Wohnung mieten in Helsinki

Helsinki ist derzeit ein Mietermarkt: Nach einem Bauboom stehen auf jedem der großen Portale mehr als 4.000 Wohnungen zur Miete, die Mieten sinken seit über einem Jahr leicht, und die großen Vermieter verlangen bei den meisten Verträgen keine Kaution. Eine Zweizimmerwohnung (ein „kaksio“, nach finnischer Zählung zwei Zimmer) kostet in den meisten Teilen der Stadt etwa 900–1.000 € und nahe dem Zentrum 1.100–1.300 €. Schwierig sind für Neuankömmlinge eher die Papiere als die Konkurrenz: Viele Vermieter wollen eine finnische Personenkennzahl, eine Bank-ID fürs Online-Banking und eine einwandfreie Bonität, und die günstigen städtischen Wohnungen werden nach Bedarf und Einkommen vergeben, nicht nach Warteliste.

Geprüft am 1. Oktober 2026Kaution, Mietvertrag und Kündigungsfristen: die Regeln in Finnland

Der Dom von Helsinki über dem Hafen

Die aktuelle Lage

Das Angebot hat die Nachfrage überholt. Das Angebot an frei finanzierten Mietwohnungen stieg in Helsinki von 3,1 je tausend Einwohner im Jahr 2015 auf 10,1 im März 2026, und der Vermieterverband rechnet nicht damit, dass der Überschuss vor 2029 abgebaut ist (Suomen Vuokranantajat über Verkkouutiset, Mai 2026). Die Mieten frei finanzierter Wohnungen im Großraum Helsinki lagen von April bis Juni 2026 um 0,3 % unter dem Vorjahr, das zweite Jahr mit Rückgängen, und Helsinki selbst lag 0,2 % im Minus (Statistics Finland, Juli 2026). Am 1. Oktober 2026 standen auf Oikotie rund 4.570 Mietwohnungen in Helsinki und auf Vuokraovi rund 4.400, dazu etwa 2.200 in Espoo und 2.700 in Vantaa.

Die Wende könnte sich anbahnen. Professionelle Vermieter in der Hauptstadtregion meldeten, ihre Vermietungsquote sei binnen eines Jahres um etwa 1,5 Prozentpunkte auf 93,5 % Ende Juni 2026 gestiegen, und es wird nur noch mit dem Bau sehr weniger Wohnungen begonnen (INNA-Marktbericht, August 2026). Da wenig Neues nachkommt, ist zu erwarten, dass der Überschuss in den nächsten Jahren schrumpft, nicht aber schon diesen Winter verschwindet.

Mit wem du konkurrierst, hängt vom Segment ab. Auf dem freien Markt konkurrierst du meist mit anderen Leuten, die die Prüfungen bestehen: Große Vermieter wie SATO, Lumo und die Vermieter der Pensionsfonds prüfen die Identität mit finnischen Online-Banking-Codes und fragen deine Bonität bei Suomen Asiakastieto ab. Am günstigen Ende ist es anders. Das städtische Unternehmen Heka (über 50.000 geförderte Wohnungen) wählt Mieter nach Wohnungsbedarf, Einkommen und Vermögen aus, nicht nach Wartezeit, und hat etwa 8.000 aktive Anträge auf 5.000–6.000 Vermietungen im Jahr (Stadt Helsinki, 2026). Die Studierendenwohnungen von Hoas werden zu Beginn des Herbstsemesters knapp.

Mit normalem Budget sind realistisch: ein Zimmer für 400–600 €, eine Einzimmerwohnung für 650–850 € oder eine Zweizimmerwohnung für 850–1.100 € außerhalb des Zentrums, binnen zwei bis vier Wochen, sobald du eine Personenkennzahl und ein finnisches Bankkonto hast. Ohne sie funktionieren möblierte Wohnungen oder Wohnungen auf Zeit (mit höheren Mieten), Vermieter, die über ihren eigenen Webshop oder einen Vermittler vermieten, und private Eigentümer, denen ein Reisepass für den Vertrag genügt. Das Mietrecht wurde am 1. Oktober 2026 reformiert: Manche neuen Regeln gelten für jeden Vertrag, andere nur für Verträge, die ab diesem Datum geschlossen werden (siehe die Seite zu Finnland).

Hinter den Bewertungen

SchwierigkeitMachbar

Ein großer offener Markt, und SATO, Lumo, Heka und Hoas verlangen bei den meisten Verträgen keine Kaution (2026). Die Hürden sind die Papiere: Die Online-Formulare von SATO verlangen eine finnische Bank-ID, Kymppi-kodit-Wohnungen eine Personenkennzahl, und Bonitätsprüfungen bei Suomen Asiakastieto sind Routine. Geförderte Wohnungen setzen die Staatsbürgerschaft eines EU-Landes oder einen Aufenthaltstitel für 12 Monate voraus. Neuankömmlinge von außerhalb der EU ohne Personenkennzahl: eher eine 3. Stand: Oktober 2026.

KostenTeuer

Zweizimmerwohnung (kaksio) in halbwegs zentraler Lage: Median der Angebotsmieten 1.200 € (101 Inserate, sechs zentrale Stadtteile, Vuokraovi, Oktober 2026; auch der Median für das Zentrum von Statistics Finland liegt bei 1.200 €, 2. Quartal 2026) gegenüber etwa 2.950 € netto, unsere Schätzung aus dem Bruttomedian von 3.967 € für Vollzeitbeschäftigte in Uusimaa (Statistics Finland, 2024): 41 %, Spanne 34–44 %. Gegenprobe: Mit dem mittleren verfügbaren Einkommen (Median) Erwachsener von 2.467 € ergeben sich 49 %. Stand: Oktober 2026.

KonkurrenzMäßig

Rund 4.570 Mietwohnungen in Helsinki auf Oikotie und 4.400 auf Vuokraovi (1. Oktober 2026); 10,1 Wohnungen im Angebot je 1.000 Einwohner, 2015 waren es 3,1 (Suomen Vuokranantajat, Mai 2026); Mieten 0,3 % unter dem Vorjahr (Statistics Finland, 2. Quartal 2026). Zu Tagen online oder Bewerbern je Inserat gibt es keine Zahlen. Druck nur am günstigen Ende (Heka: 8.000 Anträge, 5.000–6.000 Vermietungen im Jahr). Stand: Oktober 2026.

BetrugsrisikoGelegentlich

Nur dauerhaft online stehende Warnungen ohne Datum: Die Universität Helsinki, Aalto und die Betrugsseite der Polizei beschreiben die klassischen Maschen (gesehen im Oktober 2026). Die jüngsten Fälle mit Datum sind eine Polizeiwarnung von 2016 (Vermieter im Ausland) und gefälschte SMS zu einem „neuen Konto“ für die Miete (Yle, März 2023). Keine Warnung von Polizei oder Verbraucherbehörde mit Datum zwischen Oktober 2025 und September 2026. Alte, dünne Belege mit Datum: 2. Stand: Oktober 2026.

Bunt gestrichene Wohnhausfassaden in Helsinki
Bunt gestrichene Wohnhausfassaden in Helsinki

Was es kostet

WohnungstypTypische AngebotsmieteQuelle
WG-ZimmerMöblierte Zimmer in WGs auf HousingAnywhere kosten meist 495–580 € inklusive Nebenkosten (169 Zimmer inseriert, Oktober 2026). Studierende, die die Voraussetzungen von Hoas erfüllen, zahlen 309–489 € für ein Zimmer in einer WG, mit Strom und Wasser.400–600 € pro MonatHousingAnywhere (Zimmer in Helsinki); Hoas, Oktober 2026
Einzimmer- oder Zweizimmerwohnung (1–2 Zimmer)Statistics Finland, alle frei finanzierten Mietverhältnisse in Helsinki, April–Juni 2026: Einzimmerwohnungen im Median 730 € (mittlere Hälfte 680–810 €); Zweizimmerwohnungen im Median 950 € (850–1.100 €), 1.200 € im zentralen Gebiet Helsinki 1. Angebotsmieten für zentrale Zweizimmerwohnungen auf Vuokraovi: Median 1.200 € (Oktober 2026). Strom kommt extra; Wasser ist bei manchen Mieten enthalten und wird bei anderen gesondert berechnet, sieh also im Inserat nach.680–1.200 € pro MonatStatistics Finland, Wohnungsmieten, Tabelle 15fc, Juni 2026
Dreizimmerwohnung (3 Zimmer, „kolmio“)Mittlere Hälfte aller frei finanzierten Mietverhältnisse mit drei und mehr Zimmern in Helsinki (Median 1.295 €, April–Juni 2026). Zentrales Helsinki 1: Median 1.754 €. Espoo Median 1.250 €, Vantaa 1.137 €.1.120–1.510 € pro MonatStatistics Finland, Wohnungsmieten, Tabelle 15fc, Juni 2026

Angebotsmieten auf den Portalen; tatsächlich gezahlt wird oft weniger (ältere Verträge) oder mehr (möblierte Kurzzeitmieten). Kautionen und was zusätzlich verlangt werden darf, stehen auf der Seite zum Mietrecht in Finnland.

Eine Straße mit Wohnhäusern vom Anfang des 20. Jahrhunderts
Eine Straße mit Wohnhäusern vom Anfang des 20. Jahrhunderts

Tipps von vor Ort

Gesammelt in lokalen Foren, Stadt-Subreddits und Expat-Gruppen, in unseren eigenen Worten. Es ist das, was Leuten geholfen hat, die es hinter sich haben; eine Garantie ist nichts davon.

  1. Hol dir zuerst Personenkennzahl und Bank-ID

    Die Online-Formulare der großen Vermieter verlangen, dass du dich mit finnischen Online-Banking-Codes oder einer Mobil-ID identifizierst, und die Kymppi-kodit-Wohnungen der Stadt setzen eine Personenkennzahl voraus. Buch gleich nach deiner Ankunft einen Termin bei der DVV im International House Helsinki und eröffne dann ein finnisches Bankkonto. Bis dahin schau dir möblierte Wohnungen an, den Webshop von Lumo oder Wohnungen von Vermittlern, die dich persönlich unterschreiben lassen können.

    Quelle: Bewerbungsseiten von SATO und der Stadt Helsinki; International House Helsinki, 2026

  2. Verhandle: Es ist ein Mietermarkt

    Bei sinkenden Mieten und Tausenden Wohnungen im Angebot boten Vermieter in der Hauptstadtregion 2024 und 2025 mietfreie erste Monate, reduzierte Mieten für die ersten Monate und Gutscheine an. Ob ein Angebot beworben wird oder nicht: Frag nach einer niedrigeren Miete, einem Nachlass beim Einzug oder einem Verzicht auf die Kaution, besonders bei Wohnungen, die schon länger inseriert sind, oder in großen Neubauten.

    Quelle: Suomen Vuokranantajat, Juli 2025 und Juli 2026; INNA-Marktbericht, August 2026

  3. Zähl die Zimmer auf finnische Art

    Finnische Inserate zählen das Wohnzimmer mit: Ein „yksiö“ (1h) ist eine Einzimmerwohnung, ein „kaksio“ (2h) eine Zweizimmerwohnung und ein „kolmio“ (3h) eine Dreizimmerwohnung. „kt“ steht für Kochnische, „kk“ für eine kleine Küche, „s“ für eine eigene Sauna und „p“ für einen Balkon. Filtere auf dieser Grundlage.

    Quelle: Seite der Stadt Helsinki zum Wohnen für Neuankömmlinge; Inserate auf Vuokraovi, 2026

  4. Bewirb dich bei Heka, wenn du hier neu angestellt bist

    Heka führt keine Warteliste. Mieter werden nach Bedarf ausgewählt, und wer eine unbefristete oder fortlaufende Stelle in Helsinki hat und in der Stadt keine Wohnung, gilt als „äußerst dringlich“. Wenn dein Bruttoeinkommen unter 3.540 € pro Monat liegt (eine Person, 2026) und du Staatsbürger eines EU-Landes bist oder einen Aufenthaltstitel für mindestens ein Jahr hast, stell einen Antrag, wähl viele Gebiete aus und setz eine realistische Höchstmiete. Verlängere ihn alle 90 Tage.

    Quelle: Stadt Helsinki, Auswahlkriterien von Heka, 2026

  5. Studierende: das erste Angebot von Hoas annehmen

    Bewirb dich bei Hoas, und bei der AYY, wenn du an der Aalto-Universität bist, am Tag deiner Zulassung, leg den Mietbeginn vor den Semesterstart und gib viele Gebiete an. WG-Zimmer bekommst du am schnellsten; auf Einzimmerwohnungen im Zentrum wartest du am längsten. Die Hochschulen raten, das erste Angebot anzunehmen, weil eine Ablehnung dich in der Liste zurückwerfen kann.

    Quelle: Hoas; Aalto-Universität; Universität Helsinki; Wohnseiten von Hanken, 2026

  6. Such entlang der Metro- und Bahnlinien

    Wohnungen östlich und nördlich des Zentrums sowie in Espoo und Vantaa kosten etwa ein Viertel weniger: Zweizimmerwohnungen werden in Vuosaari, Malmi, Leppävaara, Matinkylä, Tikkurila oder Myyrmäki für etwa 850–930 € angeboten, gegenüber etwa 1.200 € im Zentrum. Die Metro fährt nach Espoo und in den Osten von Helsinki und Nahverkehrszüge nach Vantaa, alles mit HSL-Tickets. Prüf die Strecke im HSL-Routenplaner, bevor du unterschreibst.

    Quelle: Inserate auf Vuokraovi, Oktober 2026; Wohnseite der Aalto-Universität

  7. Prüf deine eigenen Bonitätsdaten

    Bonitätsprüfungen bei Suomen Asiakastieto sind Routine. Wenn du schon einmal in Finnland gelebt hast, sieh zuerst deine eigenen Daten ein: Einmal im Jahr geht das kostenlos. Zahlungsstörungen schließen dich nicht immer aus (Hoas und Heka akzeptieren manche), bedeuten aber meist eine Kaution, Miete im Voraus oder einen befristeten Vertrag über sechs Monate.

    Quelle: Stadt Helsinki, FAQ von Heka; Hoas, Seite zur Bonitätsprüfung, 2026

Stadtviertel

  • Kamppi, Punavuori, Eira und Kruununhaka höhere Mieten

    Das alte Zentrum und seine südlichen Stadtteile: Steinhäuser aus den 1900er-Jahren, Geschäfte, der Hafen und das meiste vom Nachtleben. Zweizimmerwohnungen werden für etwa 1.200–1.900 € angeboten (Vuokraovi, Oktober 2026), und die städtischen Heka-Wohnungen gibt es hier fast gar nicht (Kamppi hatte 2024–2025 acht neue Heka-Verträge).

  • Töölö und Lauttasaari höhere Mieten

    Ruhige, gepflegte Stadtteile an den Buchten und Parks westlich des Zentrums, beliebt bei Familien und älteren Bewohnern. Zweizimmerwohnungen werden für etwa 1.100–1.400 € angeboten. Lauttasaari ist eine Insel an der Metrolinie mit wenigen freien Wohnungen.

  • Kallio, Sörnäinen und Vallila mittlere Mieten

    Dicht bebaut, jung und lebendig, mit Bars, Cafés und vielen kleinen Wohnungen in älteren Häusern; zehn Minuten vom Zentrum mit Straßenbahn oder Metro. Zweizimmerwohnungen werden für etwa 900–1.150 € angeboten (Median etwa 1.090 € in Kallio, Oktober 2026). Einzimmerwohnungen beginnen bei etwa 650 €.

  • Kalasatama und Jätkäsaari höhere Mieten

    Neue Hafenviertel voller neuer Wohnblöcke großer Vermieter, die um Mieter konkurrieren, es lohnt sich also, nach Einzugsnachlässen zu fragen. Zweizimmerwohnungen in Jätkäsaari werden für etwa 1.030–1.320 € angeboten; Kalasatama mit seinen Hochhäusern und der Metrostation liegt höher, besonders bei möblierten Wohnungen.

  • Pasila mittlere Mieten

    Der wichtigste Bahnknoten gleich nördlich des Zentrums, mit viel Neubau rundherum. Zweizimmerwohnungen werden für etwa 980–1.080 € angeboten. Eine gute Basis, wenn du mit dem Zug nach Vantaa oder zum Flughafen pendelst.

  • Herttoniemi und Laajasalo mittlere Mieten

    Grüne östliche Stadtteile an und nahe der Metro, mit älteren und neuen Häusern. Zweizimmerwohnungen werden für etwa 960–1.100 € angeboten. Laajasalo hatte 2024–2025 die meisten neuen Heka-Verträge der Stadt (612).

  • Vuosaari, Kontula, Mellunmäki und Malmi niedrigere Mieten

    Der äußere Osten und Norden von Helsinki: Vorstädte der 1960er- bis 1990er-Jahre, dazu Neubau in Vuosaari am Meer. Der günstigste Teil der Stadt: Zweizimmerwohnungen werden für etwa 800–1.000 € angeboten, und die Mieten im Gebiet Äußeres Helsinki 4 von Statistics Finland sanken binnen eines Jahres um 1,1 %, so stark wie in keinem anderen Teil der Stadt (2. Quartal 2026).

  • Espoo und Vantaa niedrigere Mieten

    Eigene Städte, aber Teil desselben Wohnungsmarkts und des HSL-Verkehrsverbunds. Zweizimmerwohnungen werden rund um Leppävaara, Matinkylä, Tikkurila und Myyrmäki für etwa 850–930 € angeboten; Tapiola ist teurer. Espoo eignet sich für Aalto-Studierende und für Jobs in Keilaniemi-Otaniemi; Vantaa für alle, die zum Flughafen oder an die Bahnlinie nach Norden müssen.

Wohnblocks an einer Straße in Helsinki
Wohnblocks an einer Straße in Helsinki

Was Vermieter verlangen

Halte diese Unterlagen schon vor der ersten Besichtigung als PDF bereit; in Helsinki geht die Wohnung oft an die Person, die zuerst eine vollständige Mappe schickt.

  • Reisepass oder Personalausweis; Staatsangehörige von Ländern außerhalb der EU auch einen Aufenthaltstitel, am besten für mindestens ein Jahr gültig. EU-Bürger ein eingetragenes Aufenthaltsrecht.
  • Finnische Personenkennzahl („henkilötunnus“) und finnische Online-Banking-Codes oder Mobil-ID, um Anträge online auszufüllen und zu bestätigen. Viele Formulare und die Kymppi-kodit-Wohnungen der Stadt verlangen sie.
  • Einwilligung in eine Bonitätsprüfung bei Suomen Asiakastieto. Wenn du neu in Finnland bist und dort nichts über dich gespeichert ist, helfen ein Arbeitsvertrag oder eine Referenz eines früheren Vermieters.
  • Arbeitsvertrag oder aktuelle Gehaltsabrechnungen. Institutionelle Vermieter verlangen selten ein festes Vielfaches des Einkommens, aber private Eigentümer und Makler wollen oft einen Nachweis, dass du zahlen kannst.
  • Hausratversicherung („kotivakuutus“) ab Mietbeginn; die meisten Vermieter verlangen sie.
  • Kaution, wenn verlangt: Viele große Vermieter und Hoas verlangen inzwischen keine, private Eigentümer meist ein oder zwei Monatsmieten (gesetzlich höchstens drei). Zahl nur per Überweisung.
  • Für Heka: Angaben zum Einkommen, die jüngste vorausgefüllte finnische Steuererklärung, eine Aufstellung von Vermögen und Schulden. Für Hoas: Nachweis der Zulassung zu einem Studiengang mit Abschluss.

Typische Betrugsmaschen in Helsinki

Das Betrugsrisiko bewerten wir hier mit 2 von 5. Nur dauerhaft online stehende Warnungen ohne Datum: Die Universität Helsinki, Aalto und die Betrugsseite der Polizei beschreiben die klassischen Maschen (gesehen im Oktober 2026). Die jüngsten Fälle mit Datum sind eine Polizeiwarnung von 2016 (Vermieter im Ausland) und gefälschte SMS zu einem „neuen Konto“ für die Miete (Yle, März 2023). Keine Warnung von Polizei oder Verbraucherbehörde mit Datum zwischen Oktober 2025 und September 2026. Alte, dünne Belege mit Datum: 2. Die allgemeinen Maschen und was du tun kannst, wenn du schon gezahlt hast, stehen im Ratgeber gegen Mietbetrug.

  • Der Vermieter, der im Ausland ist

    Eine geräumige Wohnung in Eira oder Töölö zu einer niedrigen Miete. Der „Eigentümer“ schreibt auf Englisch, sagt, er sei ins Ausland gezogen oder habe die Wohnung geerbt, und schicke die Schlüssel per Post, sobald du eine Kaution oder den ersten Monat zahlst. Die Polizei beschrieb genau diese Masche 2016, als ein Student auf Wohnungssuche in Helsinki rund 1.400 € verlor. Warnzeichen: keine Besichtigung und kein Treffen vor der Zahlung.

  • Kopiertes Inserat einer echten Wohnung

    Betrüger kopieren Fotos und Text von Wohnungen, die auf Oikotie oder Vuokraovi standen, und stellen sie zu einem niedrigeren Preis in Facebook-Gruppen oder auf kleineren Seiten wieder ein, zeitlich abgestimmt auf Studierende, die im Juli und August ankommen. Warnzeichen: Dieselben Fotos erscheinen in einem anderen Inserat zu einem anderen Preis, oder der „Vermieter“ setzt dich unter Druck, weil viele andere interessiert seien.

  • Gefälschte „neue Kontonummer“ für die Miete

    Textnachrichten im Namen eines Vermieters oder eines Wohnungsunternehmens behaupten, deine Miete sei unbezahlt oder das Zahlungskonto habe sich geändert. Die Polizei ermittelte 2023 wegen einer Welle solcher Nachrichten, durch die Dutzende Mieter getäuscht wurden (Yle, März 2023). Warnzeichen: jede Änderung der Kontonummer per SMS. Frag bei deinem Vermieter über die Kontaktdaten nach, die du schon hast.

  • Gebühr für die Unterschrift unter den Mietvertrag

    Jemand verlangt von dir eine Provision oder „Vertragsgebühr“ für die Unterschrift. Ein Mieter zahlt einen Makler nur dann, wenn er ihn selbst beauftragt hat; der Ratgeber der Stadt für Neuankömmlinge warnt, dass eine Gebühr, die für die Unterschrift verlangt wird, ein Zeichen für Betrug sein kann. Warnzeichen: eine Gebühr, der du nie zugestimmt hast, verlangt, bevor du die Wohnung siehst.

  • Untervermietung ohne Erlaubnis

    Ein Mieter vermietet die ganze Wohnung oder mehr als die Hälfte davon ohne Zustimmung des Vermieters, oder eine Wohnung wird in kurzen Aufenthalten an mehrere Personen vermietet. Du kannst die Wohnung kurzfristig verlieren und kannst die Adresse unter Umständen nicht anmelden. Lass dir den Hauptmietvertrag und die Zustimmung des Vermieters zeigen, bevor du zahlst.

Wie lange es dauert

Mit geordneten Papieren sind zwei bis vier Wochen realistisch, länger für das Zentrum von Helsinki im Juli und August, wenn die Studierenden ankommen. Zuerst: Buch einen Termin bei der DVV im International House Helsinki für deine Personenkennzahl und eröffne ein finnisches Bankkonto. Richte Suchaufträge auf Oikotie und Vuokraovi ein und registrier dich bei SATO und Lumo. Wenn du die Voraussetzungen erfüllst, stell einen Heka-Antrag (alle 90 Tage verlängern) und bewirb dich, wenn du studierst, am Tag deiner Zulassung bei Hoas. Überbrücke die ersten Wochen mit einem möblierten Zimmer oder einer Wohnung auf Zeit, in der du deine Adresse anmelden kannst. Besichtige, bevor du irgendetwas zahlst, unterschreib einen schriftlichen Mietvertrag (sein Datum entscheidet nach der Reform vom 1. Oktober 2026, welche Kündigungs- und Mieterhöhungsregeln danach gelten), schließ eine Hausratversicherung ab, reich deine Umzugsmeldung ein und stell bei Kela einen Antrag, wenn du Anspruch auf Wohnbeihilfe haben könntest.

Wo es Hilfe gibt

Häufige Fragen zum Mieten in Helsinki

Ist es derzeit schwer, in Helsinki eine Wohnung zu finden?

Nicht im Vergleich zu den meisten Hauptstädten. Am 1. Oktober 2026 gab es auf jedem der großen Portale rund 4.500 Mietwohnungen, und die Mieten frei finanzierter Wohnungen im Großraum Helsinki lagen 0,3 % unter dem Vorjahr (Statistics Finland, 2. Quartal 2026). Schwierig sind die Papiere: Viele Vermieter wollen eine finnische Personenkennzahl, eine Bank-ID fürs Online-Banking und eine Bonitätsprüfung. Die günstigen städtischen Wohnungen werden nach Bedarf und Einkommen vergeben.

Kann ich ohne finnische Personenkennzahl eine Wohnung mieten?

Manchmal. Die Kymppi-kodit-Wohnungen der Stadt setzen sie voraus, und die Online-Bewerbung bei SATO verlangt eine finnische Bank-ID, die es ebenfalls nur mit Personenkennzahl gibt. Lumo vermietet freie Wohnungen über einen Vermittler oder den Webshop, und Anbieter möblierter Wohnungen und private Eigentümer begnügen sich oft mit einem Reisepass. Heka akzeptiert die persönliche Identifizierung mit Reisepass in der Työpajankatu 8 (2026). Hol dir die Personenkennzahl so früh wie möglich im International House Helsinki.

Wie lange wartet man auf eine städtische Heka-Wohnung?

Es gibt keine Warteliste und keine Schätzung. Heka wählt Mieter nach Wohnungsbedarf, Einkommen (unter 3.540 € brutto pro Monat für eine Person 2026) und Vermögen aus, und die Zeit, die dein Antrag im System ist, zählt nicht. Heka vermietet 5.000–6.000 Wohnungen im Jahr bei etwa 8.000 aktiven Anträgen, und viele gehen an Antragsteller mit dem dringendsten Bedarf (Stadt Helsinki, 2026).

Wie viel Wohnbeihilfe kann ich in Helsinki bekommen?

Kela erkennt für eine Person in Helsinki, Espoo, Vantaa und Kauniainen höchstens 563 € Wohnkosten pro Monat an und zahlt nach einem Grundselbstbehalt 70 % der anerkannten Kosten, wer allein wohnt, bekommt also höchstens etwa 394 € pro Monat. Eine alleinstehende erwachsene Person mit mehr als 1.844 € brutto im Monat bekommt nichts. Die meisten Studierenden bekommen stattdessen den Wohnzuschlag für Studierende (Kela, 2026).

Darf ich meine Wohnung in Helsinki auf Airbnb vermieten?

Gelegentliches Vermieten der eigenen Wohnung ist erlaubt, aber die Bauaufsicht der Stadt behandelt wiederholte kurze möblierte Vermietungen als genehmigungspflichtige Beherbergung, was ein Verwaltungsgericht am 3. Dezember 2019 bestätigt hat. Eine Änderung des Baugesetzes würde Vermietungen von unter 28 Tagen in Zweitwohnungen auf 90 Tage im Jahr begrenzen; am 1. Oktober 2026 lag sie noch dem Parlament vor; gelten soll sie nach dem Vorschlag ab dem 1. Januar 2027, möglicherweise später (Umweltministerium). Seit dem 1. Oktober 2026 kann eine Wohnungsaktiengesellschaft außerdem eine Wohnung in Besitz nehmen, deren Kurzzeitvermietung zusätzliche Kosten oder Störungen verursacht, auch wenn Kurzzeitvermietungen nicht verboten sind.

Quellen dieser Seite (56)

Etwas ist veraltet, oder es fehlt ein Kanal? Schreib uns. Wir prüfen die Seiten der Reihe nach, die älteste zuerst; diese zuletzt am 1. Oktober 2026.