Mieten in Chile: die Regeln
Das Mietrecht in Chile ist landesweit einheitlich: Die Ley 18.101 von 1982 über städtische Mietverhältnisse, ergänzt durch die Mietartikel des Zivilgesetzbuchs (Art. 1915–1977), gilt in jeder Stadt. Sie regelt, wie ein Mietverhältnis endet und wie Streitfälle verhandelt werden, nicht aber, was eine Miete kostet: Es gibt keine Mietpreisbegrenzung, keine Obergrenze für die Kaution und keine Regel, wann sie zurückgezahlt werden muss, und viele Mieten werden in UF festgesetzt (unidades de fomento, eine inflationsindexierte Recheneinheit, am 23. Oktober 2026 41.199,85 CLP$ wert). Die Reform von 2022 (Ley 21.461, in der Presse „Devuélveme mi casa“ genannt, „Gib mir mein Haus zurück“) gab Vermietern bei unbezahlter Miete ein beschleunigtes Verfahren, das „monitorio“; in der Praxis liegt die Hürde für Neuankömmlinge deshalb bei den Unterlagen, die Vermieter und Makler verlangen: Gehaltsabrechnungen, eine Bonitätsauskunft und oft ein Bürge.
Geprüft am 23. Oktober 2026. Information, keine Rechtsberatung: Die Quellen stehen am Ende der Seite.

Unsere Stadt in Chile
Mietvertrag
Ein Wohnraummietvertrag in einer Stadt ist ein contrato de arrendamiento zwischen arrendador (Vermieter) und arrendatario (Mieter); er richtet sich nach der Ley 18.101 und, für alles, was dieses Gesetz nicht regelt, nach dem Zivilgesetzbuch (Ley 18.101 Art. 1). Das Gesetz gilt nicht für möblierte Wohnungen, die für Urlaub oder Tourismus für bis zu drei Monate vermietet werden, nicht für Hotels und ähnliche Unterkünfte, nicht für Stellplätze und nicht für Mietkauf-Wohnungen nach der Ley 19.281 (Art. 2). Auf die Rechte des Mieters nach der Ley 18.101 kann im Vertrag nicht verzichtet werden (Art. 19). Eine Mindest- oder Höchstlaufzeit gibt es nicht: Mietverträge sind befristet (oft auf ein Jahr), laufen von Monat zu Monat oder unbefristet, und die Laufzeit bestimmt die Kündigungsregeln (siehe Kündigung).
Ein Mietvertrag muss nicht schriftlich sein, um gültig zu sein, aber das Gesetz legt die Bedingungen eines mündlichen Vertrags zulasten des Vermieters aus: Ohne schriftlichen Vertrag gilt als Miete der Betrag, der sich aus mindestens drei aufeinanderfolgenden Monaten an Einzahlungen oder Quittungen ergibt, und fehlen diese, der Betrag, den der Mieter angibt (Art. 20, neu gefasst durch die Ley 21.461, in Kraft seit 30. Juni 2022). Seit dieser Reform sollen die Unterschriften unter einem schriftlichen Mietvertrag von einem Notar beglaubigt werden, der sich die Unterlagen zeigen lassen muss, die belegen, dass der Vermieter die Immobilie vermieten darf; ein notariell beglaubigter Mietvertrag reicht als Grundlage für das beschleunigte Verfahren „monitorio“ des Vermieters wegen unbezahlter Miete (Art. 20). Deshalb bestehen Vermieter und Makler darauf, in einer notaría (Notariat) zu unterschreiben: Der Mieter zahlt eine kleine Notargebühr und bekommt einen Mietvertrag, den der Vermieter schnell durchsetzen kann. Auch der Mieter hat etwas davon, denn der Notar prüft, ob die Person, die die Wohnung vermietet, dazu berechtigt ist.
Wird die Wohnung verkauft, muss ein entgeltlicher Käufer den Mietvertrag nur respektieren, wenn er als escritura pública (öffentliche Urkunde) geschlossen wurde, ein Hypothekengläubiger nur, wenn diese Urkunde vor der Hypothek im Grundbuch eingetragen wurde (Zivilgesetzbuch Art. 1962). Gewöhnliche notariell beglaubigte Mietverträge sind keine öffentlichen Urkunden, ein Verkauf kann den Mietvertrag also vorzeitig beenden; der Mieter kann dann vom Vermieter Schadensersatz verlangen. Seit der Reform von 2022 wurde die Ley 18.101 nicht mehr geändert (Stand: Oktober 2026; LeyChile, aktuelle Fassung vom 30. Juni 2022).
Kaution und Sicherheiten
Kein geltendes Gesetz begrenzt die Kaution oder legt fest, wann sie zurückgezahlt werden muss (Stand: Oktober 2026). Die einzige gesetzliche Regel, eine Obergrenze von einer Monatsmiete mit Rückzahlung angepasst an den Verbraucherpreisindex, stand in einem Übergangsartikel der Ley 18.101, der nur für Mietverträge galt, die in den vier Jahren nach 1982 unterschrieben wurden (Übergangsartikel 2 Nr. 7); die Verfasser eines Gesetzentwurfs von 2023 zur Regelung der Kaution bestätigen, dass sie heute ganz dem Vertrag überlassen ist (Gesetzentwurf 16019-14). In der Praxis beträgt die garantía oder der „mes de garantía“ (Kaution) meist eine Monatsmiete, die bei Unterschrift zusammen mit der ersten Monatsmiete im Voraus gezahlt wird; der Einzug kostet also mindestens zwei Monatsmieten, dazu eine halbe Monatsmiete Maklerprovision, wenn ein Makler beteiligt ist (siehe Reparaturen). Manche Inserate verlangen mehr: Derselbe Gesetzentwurf berichtet von Forderungen bis zu drei Monatsmieten Kaution oder bis zu zwölf Monatsmieten im Voraus.
Die Kaution soll Schäden über die normale Abnutzung hinaus sowie unbezahlte Rechnungen oder Hausgebühren abdecken. Der Mieter muss die Wohnung in dem Zustand zurückgeben, in dem er sie erhalten hat, abzüglich der Abnutzung durch vertragsgemäßen Gebrauch; belegt keine Aufzeichnung den Zustand zu Beginn, gilt bis zum Beweis des Gegenteils, dass er sie in ordentlichem Zustand erhalten hat (Zivilgesetzbuch Art. 1947). Ein Inventar mit datierten Fotos als Anlage zum Vertrag ist deshalb die beste Absicherung des Mieters. Weil kein Gesetz eine Frist setzt, gilt die Klausel des Vertrags dazu, wann und wie die Kaution zurückkommt; lies sie vor der Unterschrift. Verspätete Zahlungen oder Erstattungen zwischen den Parteien werden um die Veränderung der UF zwischen Fälligkeit und Zahlung angepasst (Ley 18.101 Art. 21); das gilt auch für eine verspätet zurückgezahlte Kaution.
Die übliche zusätzliche Sicherheit ist ein aval oder codeudor solidario (ein Bürge, der als Gesamtschuldner unterschreibt), von dem dieselben Einkommensnachweise und dieselbe Bonitätsauskunft verlangt werden wie vom Mieter (Gesetzentwurf 16019-14); manche Vermieter akzeptieren stattdessen mehr Monatsmieten im Voraus. Das sind Marktgepflogenheiten, keine gesetzlichen Anforderungen. Noch offen: Der Gesetzentwurf 16019-14 (eingebracht am 13. Juni 2023) würde die Kaution auf eine Monatsmiete begrenzen, ihre Rückzahlung und Anpassung regeln und Mieten in UF verbieten; er liegt seitdem im Wohnungsausschuss der Abgeordnetenkammer und ist kein Gesetz (Gesetzgebungsverfolgung des Senats, abgerufen am 23. Oktober 2026).
Miete, Erhöhungen und Mietpreisbegrenzung
In Chile gibt es keine Mietpreisbegrenzung (Stand: Oktober 2026). Anfangsmiete, Währung und jede Erhöhung legt der Vertrag fest. Die Miete kann in Pesos oder in UF angegeben werden, der täglich an die Inflation angepassten Recheneinheit, die Zentralbank und Steuerbehörde veröffentlichen (41.199,85 CLP$ am 23. Oktober 2026, SII). Eine Miete in UF steigt jeden Tag mit der Inflation, der gezahlte Betrag in Pesos ändert sich also jeden Monat; manche Verträge schlagen zusätzlich eine jährliche Erhöhung darauf, was die Verfasser des Gesetzentwurfs 16019-14 eine „doppelte Anpassung“ nennen. Mietverträge in Pesos steigen meist einmal im Jahr oder alle sechs Monate um den IPC (Verbraucherpreisindex, monatlich vom Statistikamt INE veröffentlicht; 4,1 % in den zwölf Monaten bis September 2026, Tabelle des SII). Eine Miete in UF ist legal; der Gesetzentwurf, der sie verbieten würde, ist nicht vorangekommen.
Sofern nichts anderes vereinbart ist, wird die Miete für eine städtische Immobilie monatlich gezahlt (Zivilgesetzbuch Art. 1944). Weigert sich ein Vermieter, die Miete anzunehmen oder eine Quittung auszustellen, lässt er sich umgehen: Der Mieter kann die Miete bei der örtlich zuständigen Stelle der Staatskasse (Servicio de Tesorerías) einzahlen, die eine Quittung ausstellt und den Vermieter per Einschreiben benachrichtigt; die Zahlung gilt als an den Vermieter geleistet (Ley 18.101 Art. 23). Ein Vermieter, der eine Mietquittung ungerechtfertigt verweigert, kann vom zuständigen Gericht mit einem Bußgeld von 1 bis 60 UF belegt werden (etwa 41.200 CLP$ bis 2.471.991 CLP$, Stand: 23. Oktober 2026) (Art. 24). Verspätete Zahlungen werden um die UF angepasst und verzinst (Art. 21).
Wer die Miete für zu hoch hält, kann sich an keine Schlichtungsstelle und kein Gericht wenden: Der einzige Hebel ist die Verhandlung vor der Unterschrift. Zur Einordnung: Eine Auswertung der Haushaltsbefragung CASEN 2024 durch das Proptech-Unternehmen Inciti beziffert die durchschnittliche Miete, die die 912.958 Mieterhaushalte in der Región Metropolitana de Santiago zahlen, auf 426.178 CLP$ im Monat (The Clinic, Juli 2026); die Angebotsmieten bei Neuvermietung liegen höher.
Kündigung und Ende des Mietverhältnisses
Welche Frist ein Vermieter einhalten muss, hängt von der Art des Mietvertrags ab (Ley 18.101). Mietvertrag von Monat zu Monat oder unbefristet: Die Kündigung des Vermieters (desahucio) kann nur über das Gericht oder durch persönliche Zustellung durch einen Notar erfolgen, und die Frist beträgt zwei Monate ab Zustellung plus einen Monat für jedes volle Jahr, das der Mieter dort gewohnt hat, insgesamt höchstens sechs Monate (Art. 3). Befristung bis zu einem Jahr: Nach Ablauf kann der Vermieter die Wohnung nur gerichtlich zurückverlangen, und der Mieter hat dann ab Zustellung der Klage zwei Monate Zeit, auszuziehen (Art. 4). In beiden Fällen zahlt ein Mieter, der früher auszieht, Miete nur bis zum Tag der Übergabe. Befristung über mehr als ein Jahr: Der Mietvertrag endet ohne Kündigung zum vereinbarten Datum (Zivilgesetzbuch Art. 1954). Bleibt der Mieter wohnen und nimmt der Vermieter Miete für einen späteren Zeitraum an, verlängert sich der Vertrag zu denselben Bedingungen um jeweils drei Monate (Art. 1956).
Der Mieter muss bei einem Mietvertrag von Monat zu Monat oder einem unbefristeten Vertrag eine volle Mietperiode vorher kündigen, normalerweise einen Monat (Zivilgesetzbuch Art. 1976). Wer aus einem befristeten Vertrag vorzeitig auszieht, schuldet die Miete bis zum Ende der Laufzeit, es sei denn, er schlägt einen geeigneten Nachmieter vor und bürgt für ihn (Art. 1945 und 1955); viele Verträge enthalten eine eigene Klausel zum vorzeitigen Auszug mit Vertragsstrafe, also lies sie. Verbietet ein Wohnraummietvertrag mit mehr als einem Jahr Laufzeit die Untervermietung, kann der Mieter ihn vorzeitig beenden, ohne die restliche Miete zu zahlen (Ley 18.101 Art. 5).
Eine Räumung braucht immer ein Gericht. Ist die Miete für eine volle Periode unbezahlt, kann der Vermieter den Mietvertrag nach zwei Mahnungen im Abstand von mindestens vier Tagen beenden (Zivilgesetzbuch Art. 1977). Seit der Ley 21.461 (Juni 2022) kann ein Vermieter das monitorio-Verfahren nutzen: Das Gericht fordert den Mieter auf, Miete, Hausgebühren und Schulden bei den Versorgern binnen zehn Kalendertagen zu zahlen; zahlt der Mieter nicht und legt er keinen begründeten Widerspruch ein, wird die Anordnung zum rechtskräftigen Urteil, und die Räumung (lanzamiento) folgt, nötigenfalls mit Hilfe der Polizei, binnen zehn Tagen nach Eintritt der Rechtskraft (Art. 18-A bis 18-F). Wer vor Fristablauf vollständig zahlt, beendet das Verfahren (Art. 18-E). Andere Mietsachen laufen über ein kurzes mündliches Verfahren vor dem Zivilgericht (Art. 7–8), in dem der Richter die vorzeitige Rückgabe einer Wohnung anordnen kann, die der Mieter beschädigt oder unbewohnbar gemacht hat (Art. 8 Nr. 7 bis). Ist die Räumung angeordnet, kann der Richter sie in schweren Fällen um bis zu 30 Tage aussetzen (Art. 13). Eine amtliche Zahl dazu, wie lange eine Räumung dauert, haben wir nicht gefunden. Noch offen: Der Gesetzentwurf 18110-07 (Senat, eingebracht am 4. März 2026) würde das monitorio-Verfahren auf andere Herausgabeklagen ausweiten; er liegt im Ausschuss (Stand: Oktober 2026).
Reparaturen, Nebenkosten und wer was zahlt
Der Vermieter muss die Wohnung übergeben und gebrauchstauglich halten und alle notwendigen Reparaturen ausführen, außer den kleinen, den reparaciones locativas, die dem Mieter obliegen (Zivilgesetzbuch Art. 1924 und 1927). Bei einem Haus oder einer Wohnung heißt der Anteil des Mieters, die Wohnung so zu erhalten, wie er sie bekommen hat: Wände, Böden und Leitungen intakt, zerbrochene Fenster ersetzt, Türen, Fenster und Schlösser funktionsfähig und die Wohnung ordentlich sauber; für Abnutzung durch Zeit und vertragsgemäßen Gebrauch, Baumängel oder das Alter des Gebäudes haftet der Mieter nicht (Art. 1970–1972). Zahlt der Mieter eine dringende Reparatur, die Sache des Vermieters ist, und hat er den Vermieter umgehend informiert, muss der Vermieter die Kosten erstatten (Art. 1935). Der Vertrag kann diese Pflichten anders verteilen (Art. 1927), und viele tun das; lies die Reparaturklausel.
Strom, Gas, Wasser und Internet zahlt laut Vertrag der Mieter. In Wohnungen und Wohnanlagen schuldet die gastos comunes (Betriebskosten des Hauses: Concierge, Reinigung, Aufzüge, Strom und Wasser der Gemeinschaftsflächen) der Eigentümer dem Gebäude, und er bleibt ihm gegenüber haftbar (Ley 21.442 über Wohnungseigentum, Art. 6), aber Mietverträge legen die laufenden Kosten fast immer auf den Mieter um; Sonderumlagen und die Rücklage trägt normalerweise der Eigentümer. Die Beiträge sind binnen zehn Tagen nach Rechnungsstellung fällig, sofern die Hausordnung nichts anderes bestimmt (Art. 7), und sind drei oder mehr Raten unbezahlt, kann der Verwalter der Wohnung Strom oder Telekommunikation sperren lassen (Art. 36). Ein monitorio-Antrag des Vermieters kann auch unbezahlte Hausgebühren und Versorgerrechnungen umfassen (Ley 18.101 Art. 18-A). Die Grundsteuer (contribuciones) schuldet der Eigentümer; ein Mieter, der sie zahlt, darf sie von der Miete abziehen (Ley 17.235 Art. 46).
Maklerprovision: Kein Gesetz legt die Provision eines corredor de propiedades (Immobilienmakler) fest oder begrenzt sie. Üblich ist eine Provision in Höhe einer Monatsmiete, die sich Vermieter und Mieter teilen (Gesetzentwurf 16019-14, Begründung); die Hälfte zu zahlen ist also normal, aber ein Gesetzentwurf, nach dem nur zahlt, wer den Makler beauftragt hat, ist noch offen (Stand: Oktober 2026).
Anmeldung und Leben vor Ort
Chile hat kein Pflichtregister für Wohnadressen wie den spanischen padrón. Jeder Einwohner, ob Chilene oder Ausländer, wird über eine RUN/RUT-Nummer identifiziert (Rol Único Nacional, zugleich die Steuernummer), die auf der cédula de identidad (Personalausweis) steht. Ein Ausländer, dem der Servicio Nacional de Migraciones eine Aufenthaltserlaubnis erteilt hat, muss binnen 30 Tagen nach deren Wirksamwerden bei einem Büro des Registro Civil eine cédula de identidad para extranjeros beantragen, sonst zuerst ein Bußgeld zahlen; mit einer Touristenkarte bekommt man keine. Die Karte zeigt das Visum und die RUN des Inhabers und bleibt gültig, solange über eine Verlängerung oder einen neuen Aufenthaltsantrag noch nicht entschieden ist (Ley 21.325 Art. 43; ChileAtiende, Stand: Oktober 2026). Ohne Aufenthaltserlaubnis kann ein Ausländer bei einem Büro der Steuerbehörde mit dem Formular 4415.1 für Nichtansässige trotzdem eine RUT bekommen (SII). Muss eine Adresse nachgewiesen werden, können juntas de vecinos (Nachbarschaftsräte) befugt werden, ein certificado de residencia (Wohnsitzbescheinigung) auszustellen (Ley 19.418 Art. 42); üblich sind auch ein Mietvertrag oder eine Rechnung für Strom, Gas oder Wasser.
Was Vermieter und Makler verlangen, ist nicht gesetzlich geregelt. Die übliche Mappe, wie sie der Gesetzentwurf von 2023 beschreibt, der sie begrenzen wollte, besteht aus Arbeitsvertrag, aktuellen liquidaciones de sueldo (Gehaltsabrechnungen), einem Einkommensnachweis über das Drei- bis Vierfache der Miete, einer sauberen Bonitätsauskunft (dem Wirtschaftsbericht DICOM/Equifax, manchmal in der Version „Platinum“), Nachweisen über Rentenbeiträge (AFP), die eine durchgehende Beschäftigung zeigen, und einem aval mit ähnlichen Unterlagen (Gesetzentwurf 16019-14). Neuankömmlinge ohne Kredithistorie in Chile, ohne Gehaltsabrechnungen oder ohne Bürgen sollen stattdessen oft mehrere Monatsmieten im Voraus zahlen (der Gesetzentwurf 16019-14 berichtet von Forderungen bis zu zwölf Monaten). Einen Bewerber ohne vernünftige Rechtfertigung wegen Staatsangehörigkeit, ethnischer Herkunft oder aus ähnlichen Gründen abzulehnen, ist willkürliche Diskriminierung: Die betroffene Person kann binnen 90 Tagen vor dem Zivilgericht eine acción de no discriminación arbitraria (Klage wegen willkürlicher Diskriminierung) erheben, und das Gericht kann gegen den Täter ein Bußgeld verhängen (Ley 20.609 Art. 2, 3, 5 und 12).
Noch offen (Stand: Oktober 2026): Der Gesetzentwurf 17716-07 (eingebracht am 21. Juli 2025) würde Ausländern ohne regulären Aufenthaltsstatus verbieten, städtische Mietverträge zu unterschreiben; er liegt im Verfassungsausschuss der Abgeordnetenkammer und ist kein Gesetz.
Untermiete und Weitervermietung
Was ohne Vereinbarung gilt, hängt von der Laufzeit ab. Nach dem Zivilgesetzbuch darf ein Mieter den Mietvertrag weder übertragen noch untervermieten, wenn es ihm nicht ausdrücklich erlaubt ist (Art. 1946). Bei einem Wohnraummietvertrag mit einer festen Laufzeit von mehr als einem Jahr gilt das Recht zur Untervermietung aber als stillschweigend eingeräumt, wenn der Vertrag es nicht verbietet, und verbietet er es, kann der Mieter den Mietvertrag vorzeitig beenden, ohne die restliche Miete zu schulden (Ley 18.101 Art. 5). Alles, was die Ley 18.101 über Vermieter und Mieter sagt, gilt ebenso für Untervermieter und Untermieter (Art. 22). Kein Gesetz begrenzt, was ein Untervermieter verlangen darf.
Untermieter sind gefährdet, wenn der Hauptmieter nicht mehr zahlt. Damit ein Räumungs- oder Beendigungsurteil sie bindet, müssen sie benachrichtigt worden oder dem Verfahren beigetreten sein, und der Mieter wird unter Eid gefragt, ob es Untermieter gibt (Art. 11); in einem Verfahren wegen unbezahlter Miete gegen den Untervermieter können die Untermieter die Rückstände vor dem Urteil selbst begleichen, die Räumung stoppen und das Geld vom Untervermieter zurückfordern (Art. 12). Ein Untervermieter, der die Miete der Untermieter einstreicht, ohne den Vermieter zu bezahlen, und so ihre Räumung verursacht, kann mit einem Bußgeld von 1 bis 60 UF belegt werden (Art. 24).
Die Vermietung einzelner Zimmer (arriendo por pieza) ist gegen Überbelegung geregelt: Zimmer müssen die Mindeststandards der Allgemeinen Bauverordnung und deren Höchstbelegung einhalten, und eine Vermietung, die das nicht tut, gilt als „missbräuchlich“ (Art. 24 bis und 24 ter). Die Gemeinde, die regionale Wohnungsbehörde oder jeder andere kann sie beim juzgado de policía local (örtliches Polizeigericht) anzeigen, das kommunale Prüfer schickt; die Bußgelder reichen von 5 bis 100 UTM (360.755 CLP$ bis 7.215.100 CLP$ bei der UTM vom Oktober 2026) und betragen mindestens 30 % des Höchstbetrags, wenn der Vermieter die Lage schutzbedürftiger Mieter ausgenutzt hat (Art. 24 quáter).
Für Vermieter
Für eine gewöhnliche langfristige Vermietung gibt es keine Vermieterlizenz, kein Mietvertragsregister und keinen Energieausweis (Stand: Oktober 2026). In der Praxis braucht ein Vermieter einen notariell beglaubigten schriftlichen Mietvertrag, denn erst er eröffnet das monitorio-Verfahren (Ley 18.101 Art. 20). Wer einzelne Zimmer vermietet, muss die Standards und Belegungsgrenzen der Bauverordnung einhalten (Art. 24 bis–24 quáter).
Einkommensteuer: Mieteinnahmen aus bis zu zwei Wohnungen, die nach dem DFL-2 erworben wurden (Wohnungen bis 140 m², gebaut nach dem Dekret von 1959, in der Urkunde vermerkt), sind für natürliche Personen kein steuerpflichtiges Einkommen; die Befreiung gilt für die beiden ältesten solchen Wohnungen, und seit der Ley 21.420 (2022) muss die Miete ab der dritten DFL-2-Wohnung unabhängig vom Kaufdatum erklärt werden. Unternehmen und Einzelunternehmer mit gewerblicher Tätigkeit erhalten die Befreiung nicht. Mieteinnahmen aus jeder anderen Immobilie, auch aus Wohnungen über 140 m², müssen in der jährlichen Einkommensteuererklärung angegeben werden (Mietassistent des SII, Operación Renta 2025; FAQ des SII, aktualisiert im Juli 2025); bei natürlichen Personen werden sie dort zu den progressiven Sätzen des Global Complementario besteuert, von einer steuerfreien Stufe bis 40 %. Der Erklärungsassistent des SII fragt nach der RUT jedes Mieters.
Möblierte Vermietung und Kurzzeitvermietung: Die Vermietung einer möblierten Wohnung unterliegt der Mehrwertsteuer von 19 % (DL 825 Art. 8 Buchst. g und 14), auf die Miete abzüglich 11 % pro Jahr des steuerlichen Schätzwerts der Immobilie (Art. 17). Laut SII muss selbst ein Gastgeber mit zwei DFL-2-Wohnungen, der eine davon gelegentlich über eine Plattform vermietet, diese Mehrwertsteuer monatlich auf dem Formular F29 erklären, während die Miete selbst einkommensteuerfrei bleibt. Möblierte Ferienvermietungen bis zu drei Monaten fallen nicht unter die Ley 18.101, Streitfälle laufen aber trotzdem über deren Gerichtsverfahren (Art. 2). In Wohnanlagen kann das reglamento de copropiedad (Gemeinschaftsordnung) Regeln und Strafen festlegen, damit die Nutzung als vorübergehende Unterkunft, Ferienunterkunft oder Apartmenthotel die dauerhaften Bewohner nicht stört (Ley 21.442 Art. 8 Buchst. j). Eine landesweite oder kommunale Lizenz in Santiago speziell für private Kurzzeitvermietungen haben wir nicht gefunden (Stand: Oktober 2026).
Streitfälle und wo es Hilfe gibt
Mietstreitigkeiten gehen an die Zivilgerichte (juzgados de letras), im kurzen mündlichen Verfahren der Ley 18.101: eine Verhandlung am fünften Werktag nach Zustellung, ein verpflichtender Einigungsversuch, bis zu vier Zeugen pro Seite und freie Beweiswürdigung; anfechtbar ist nur das Endurteil, und die Berufung hat keine aufschiebende Wirkung (Art. 7, 8 und 17). In erster Instanz können die Parteien ohne Anwalt auftreten, wenn die Miete höchstens 4 UTM im Monat beträgt (288.604 CLP$ im Oktober 2026) (Art. 8 Nr. 10). Missbräuchliche Zimmervermietung geht an die örtlichen Polizeigerichte (Art. 24 quáter). Gegen willkürliche Diskriminierung durch einen Vermieter kann nach der Ley 20.609 das Zivilgericht angerufen werden.
Es gibt kein Mietgericht und keinen öffentlichen Schlichtungsdienst für Mietverhältnisse. Kostenlose Rechtsberatung und Vertretung für Menschen, die sich keinen Anwalt leisten können, bieten die Corporaciones de Asistencia Judicial (CAJ), regionale öffentliche Rechtshilfestellen unter dem Justizministerium; die der Region Santiago hat eine kostenlose Rufnummer, 800 025 000. Makler sind Unternehmen, und Beschwerden über den Service einer Agentur können an SERNAC gehen, den nationalen Verbraucherschutzdienst (seine Website war nicht erreichbar, als wir am 23. Oktober 2026 nachsahen). Eine landesweite Mieterorganisation mit Beratung für private Mieter haben wir nicht gefunden (Stand: Oktober 2026).
Staatliche Hilfe bei der Miete: Der Subsidio de Arriendo (Mietzuschuss, DS 52 von 2013, verwaltet vom MINVU) zahlt insgesamt 170 UF (etwa 7.003.974 CLP$) über bis zu acht Jahre, höchstens 4,2 UF im Monat (4,9 UF in der Región Metropolitana und fünf weiteren Regionen), für eine Wohnung mit einer Miete von höchstens 11 UF (13 UF in diesen Regionen, etwa 535.598 CLP$). Antragsteller brauchen eine gültige cédula (Ausländer: die cédula de identidad para extranjeros, Ausländer mit legalem Aufenthalt können also beantragen) und müssen mit Ehepartner, Lebensgefährten oder Kind beantragen, sofern sie nicht über 60 sind; ein alleinstehender Neuankömmling unter 60 erfüllt die Voraussetzungen also nicht. Außerdem müssen sie im Registro Social de Hogares innerhalb der 70-%-Stufe eingetragen sein, 4 UF Ersparnisse und ein Haushaltseinkommen von 7 bis 25 UF im Monat haben. Die Antragsrunde 2026 endete am 7. August 2026 (ChileAtiende; Peso-Werte zur UF vom 23. Oktober 2026). Er erreicht nur wenige Mieter: 2026 etwa 8.450 Familien (Inciti über The Clinic).
Wo es Hilfe gibt
- Corporación de Asistencia Judicial (CAJ), Región MetropolitanaÖffentliche Rechtshilfe: kostenlose Beratung und Vertretung vor Gericht für Menschen, die sich keinen Anwalt leisten können, auch in Mietstreitigkeiten. Kostenlose Rufnummer 800 025 000; andere Regionen haben ihre eigene CAJ.
- ChileAtiende: Subsidio de Arriendo de Vivienda (DS 52)Der staatliche Mietzuschuss des MINVU: Beträge, Mietobergrenzen, Voraussetzungen und Antragsrunden. Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und cédula können ihn beantragen, aber nur mit Ehepartner, Lebensgefährten oder Kind (außer über 60) und erst nach Eintrag im Registro Social de Hogares. Telefon 101.
- ChileAtiende: Cédula de identidad para extranjerosWie Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis den Ausweis mit RUN bekommen, den Vermieter, Banken und der Mietzuschuss verlangen; er muss binnen 30 Tagen nach der Aufenthaltserlaubnis beantragt werden.
- LeyChile (BCN): Ley 18.101 über städtische MietverhältnisseDer amtliche konsolidierte Text des Mietgesetzes, einschließlich des monitorio-Verfahrens von 2022 bei unbezahlter Miete und der Regeln gegen missbräuchliche Zimmervermietung.
- SII: Einkommensteuer auf Mieteinnahmen (Asistente de Arriendo)Der Leitfaden der Steuerbehörde für Vermieter: wer Mieteinnahmen erklären muss, die DFL-2-Befreiung für bis zu zwei Wohnungen und die Mehrwertsteuer bei möblierter Vermietung.
Häufige Fragen zum Mieten in Chile
Wie viel Kaution darf ein Vermieter in Chile verlangen, und wann muss er sie zurückzahlen?
Kein Gesetz begrenzt die Kaution oder setzt eine Frist für ihre Rückzahlung (Stand: Oktober 2026): Die alte Obergrenze von einer Monatsmiete galt nur für Mietverträge, die in den vier Jahren nach 1982 unterschrieben wurden. Üblich ist eine Monatsmiete Kaution plus die erste Monatsmiete im Voraus, und der Vertrag legt fest, wann die Kaution zurückgezahlt wird. Eine verspätete Rückzahlung muss um die Veränderung der UF angepasst werden (Ley 18.101 Art. 21). Ein Gesetzentwurf von 2023, der die Kaution begrenzen und regeln soll, liegt noch im Ausschuss.
Ist es legal, die Miete in UF festzusetzen?
Ja. Weder die Ley 18.101 noch das Zivilgesetzbuch verbieten es, und viele Mietverträge in Santiago laufen in UF, die täglich der Inflation folgt (41.199,85 CLP$ am 23. Oktober 2026). Der Betrag in Pesos, den du zahlst, ändert sich also jeden Monat. Ein Gesetzentwurf von 2023, der Mieten in UF verbieten würde, ist nicht vorangekommen (Stand: Oktober 2026).
Mit welcher Frist muss mir ein Vermieter kündigen?
Bei einem Mietvertrag von Monat zu Monat oder einem unbefristeten Vertrag zwei Monate ab einer Kündigung, die über das Gericht oder einen Notar zugestellt wird, plus einen Monat für jedes volle Jahr, das du dort gewohnt hast, höchstens sechs Monate (Ley 18.101 Art. 3). Bei einer Befristung bis zu einem Jahr muss der Vermieter vor Gericht gehen, und du hast ab Zustellung der Klage zwei Monate Zeit (Art. 4). Eine Befristung über mehr als ein Jahr endet einfach zum vereinbarten Datum. Eine Räumung braucht immer einen Gerichtsbeschluss.
Was passiert, wenn ich mit der Miete in Rückstand gerate?
Seit Juni 2022 kann der Vermieter einen monitorio-Antrag stellen: Das Gericht fordert dich auf, Miete, Hausgebühren und Schulden bei den Versorgern binnen zehn Kalendertagen zu zahlen. Zahlst du nicht und legst keinen begründeten Widerspruch ein, wird die Anordnung zum rechtskräftigen Urteil, und die Räumung folgt binnen zehn Tagen nach Eintritt der Rechtskraft (Ley 18.101 Art. 18-A bis 18-F). Wer die ganze Schuld samt Zinsen und Kosten vor Fristablauf zahlt, beendet das Verfahren.
Kann ich in Chile als Ausländer ohne chilenischen Ausweis mieten?
Das Gesetz verlangt keine cédula, um einen Mietvertrag zu unterschreiben, aber Vermieter und Makler fragen meist danach, dazu nach Gehaltsabrechnungen, einer sauberen chilenischen Bonitätsauskunft und oft nach einem Bürgen. Ohne all das zahlen Neuankömmlinge oft mehrere Monatsmieten im Voraus. Sobald dir eine Aufenthaltserlaubnis erteilt ist, beantrag binnen 30 Tagen die cédula de identidad para extranjeros (ChileAtiende); lehnt dich ein Vermieter ohne vernünftige Rechtfertigung wegen deiner Staatsangehörigkeit ab, kannst du nach der Ley 20.609 dagegen vorgehen.
Quellen dieser Seite (21)
- LeyChile (BCN): Ley 18.101, fija normas especiales sobre arrendamiento de predios urbanos, consolidated text, version of 30 June 2022 (arts 1–24 quáter, transitional art. 2), abgerufen am 23. Oktober 2026
- LeyChile (BCN): Ley 21.461, restitución anticipada de inmuebles y procedimiento monitorio de cobro de rentas (published 30 June 2022), abgerufen am 23. Oktober 2026
- LeyChile (BCN): Código Civil, lease articles 1915–1977, abgerufen am 23. Oktober 2026
- LeyChile (BCN): Ley 21.442, nueva ley de copropiedad inmobiliaria (arts 6, 7, 8 and 36), abgerufen am 23. Oktober 2026
- LeyChile (BCN): Ley 17.235 sobre impuesto territorial, art. 46, abgerufen am 23. Oktober 2026
- LeyChile (BCN): DL 825, Ley sobre Impuesto a las Ventas y Servicios, arts 8 letter g, 14 and 17, abgerufen am 23. Oktober 2026
- LeyChile (BCN): Ley 20.609, establece medidas contra la discriminación, arts 2, 3, 5 and 12, abgerufen am 23. Oktober 2026
- LeyChile (BCN): Ley 19.418 sobre juntas de vecinos, art. 42, abgerufen am 23. Oktober 2026
- Senado, tramitación: Bill 16019-14 (regulates application requirements, the 'mes de garantía', UF rents and agency fees), in the Chamber's Housing Committee, abgerufen am 23. Oktober 2026
- Bill text: Modifica la Ley 18.101 … 'Mes de Garantía' … prohíbe el cobro de las rentas en Unidades de Fomento (31 May 2023; first filed as 15991-07, withdrawn and refiled as 16019-14), copy published by FirmaVirtual, abgerufen am 23. Oktober 2026
- Senado, tramitación: Bill 17716-07 (would forbid foreigners in an irregular situation from signing urban leases), in committee, abgerufen am 23. Oktober 2026
- Senado, tramitación: Bill 18110-07 (extends the monitorio procedure to other restitution claims), in committee, abgerufen am 23. Oktober 2026
- SII: Valores UF 2026 (daily values; CLP$41,199.85 on 23 October 2026), abgerufen am 23. Oktober 2026
- SII: Valores UTM, UTA e IPC 2026 (UTM October 2026 CLP$72,151; IPC 12 months to September 2026 4.1%), abgerufen am 23. Oktober 2026
- SII: Asistente de Arriendo de Bienes Raíces, Operación Renta 2025 (DFL-2 exemption, Ley 21.420, VAT on furnished lets), abgerufen am 23. Oktober 2026
- SII FAQ 001.140.0637.016: ¿Las viviendas acogidas al DFL 2 están afectas a Impuestos a la Renta en caso de venta, arriendo…? (updated 21 July 2025), abgerufen am 23. Oktober 2026
- SII FAQ 001.009.2306.007: RUT for a foreigner without domicile or residence in Chile (form 4415.1), abgerufen am 23. Oktober 2026
- ChileAtiende: Subsidio de Arriendo de Vivienda (DS 52, Resolución Exenta 809 of 2026; call closed 7 August 2026), abgerufen am 23. Oktober 2026
- ChileAtiende: Cédula de identidad para extranjeros, abgerufen am 23. Oktober 2026
- Corporación de Asistencia Judicial de la Región Metropolitana, abgerufen am 23. Oktober 2026
- The Clinic: Subsidio de arriendo 2026 cubrirá solo al 0,5% de los más de 1,7 millones de hogares que viven en alquiler en Chile (13 July 2026; Inciti analysis of CASEN 2024), abgerufen am 23. Oktober 2026
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