Mieten in Singapur: die Regeln

Singapur hat kein Wohnraummietgesetz: Eine private Vermietung beruht auf dem Mietvertrag und dem allgemeinen Vertrags- und Sachenrecht. Was du unterschreibst, entscheidet also über Kaution, Kündigung, Reparaturen und darüber, wie das Mietverhältnis enden kann, und es gibt keine Kautionssicherung, keine Mietpreisbegrenzung und kein Tribunal für Mietsachen. Streng regelt der Staat dagegen, wer was mieten darf: HDB-Wohnungen des staatlichen Wohnungsbaus (Genehmigung des Eigentümers, sechs Monate Mindestdauer, eine Quote für Nicht-Staatsbürger, die keine Malaysier sind, Belegungsgrenzen), private Wohnungen (drei Monate Mindestmietdauer und Belegungsgrenzen), Identitäts- und Einwanderungsprüfungen bei jedem Mieter, zugelassene Makler und Stempelsteuer auf jeden Mietvertrag. Kleinere Forderungen aus einem Wohnraummietverhältnis von bis zu zwei Jahren gehen an die Small Claims Tribunals (Tribunale für geringe Streitwerte).

Geprüft am 1. Oktober 2026. Information, keine Rechtsberatung: Die Quellen stehen am Ende der Seite.

Shophouses vor Bürotürmen in Singapur

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Mietvertrag

Es gibt in Singapur kein Gesetz, das die Rechte von Mietern und Vermietern bei Wohnraum so regelt wie Mietgesetze anderswo (auf Singapore Statutes Online ist kein Gesetz mit „tenancy“ im Titel in Kraft, Stand: Oktober 2026). Ein Wohnraummietverhältnis ist ein Vertrag, der zusammen mit dem allgemeinen Sachenrecht gelesen wird, etwa dem Conveyancing and Law of Property Act 1886 und dem Distress Act 1934. Der schriftliche Mietvertrag (oft TA für tenancy agreement genannt) regelt also fast alles. Am Anfang steht meist ein letter of intent (LOI, Absichtserklärung), der Miete, Laufzeit, Kautionen und Sonderwünsche festhält und mit einem good-faith deposit (Reservierungsanzahlung) unterschrieben wird; diese wird bei Unterzeichnung des Mietvertrags auf die Kaution oder die erste Miete angerechnet. Nichts davon ist gesetzlich geregelt: In der Praxis beträgt die Reservierungsanzahlung meist eine Monatsmiete bei einem Einjahresvertrag und zwei bei einem Zweijahresvertrag. Prüf, wem die Wohnung gehört, bevor du irgendetwas zahlst, und lies, was laut LOI mit der Reservierungsanzahlung geschieht, wenn eine Seite abspringt.

Der Council for Estate Agencies (CEA) veröffentlicht kostenlose Vorlagen für Mietverträge über HDB-Wohnungen und über private Wohnungen, die mit Branchen- und Verbraucherverbänden erarbeitet wurden; sie sind nicht verpflichtend, und jede Klausel ist verhandelbar (CEA, Stand: Oktober 2026). Typische Klauseln der Vorlage sind: die Kaution in Monatsmieten; eine Klausel zu Kleinreparaturen, nach der der Mieter jede Reparatur bis zu einem vereinbarten Betrag je Posten zahlt; die Wartung der Klimaanlage durch den Mieter mindestens alle drei Monate über einen Wartungsvertrag; eine diplomatic clause oder break clause (Diplomatenklausel, Ausstiegsklausel), mit der ein Mieter, der ins Ausland versetzt wird, seine Stelle verliert oder zum Verlassen Singapurs aufgefordert wird, den Mietvertrag nach einer vereinbarten Zahl von Monaten mit vereinbarter Frist beenden kann; eine Option auf Verlängerung zu einer noch zu vereinbarenden Miete; und eine Klausel, nach der der Mieter die Provision des Maklers des Vermieters anteilig erstattet, wenn er den Mietvertrag vorzeitig beendet. Die Vorlage lässt beide Zahlen offen; in der Praxis greift eine Diplomatenklausel meist nach 12 Monaten mit zwei Monaten Frist; ein Mieter, der sie nutzt, zahlt also für mindestens 14 Monate.

Der Mietvertrag muss bei der IRAS abgestempelt werden (siehe Miete). Bei einer HDB-Wohnung oder einem HDB-Zimmer braucht der Eigentümer vor Beginn des Mietverhältnisses die Genehmigung der HDB, und die HDB rät Mietern, im Vertrag festzuhalten, dass er nur gilt, wenn diese Genehmigung erteilt wird, und online zu prüfen, ob sie als zugelassene Mieter eingetragen sind (HDB, Stand: Oktober 2026).

Kaution und Sicherheiten

Kein Gesetz begrenzt die Kaution oder sagt, wo sie verwahrt werden muss: Der Vermieter behält sie, und es gibt keine Kautionssicherung. Üblich ist eine Monatsmiete für jedes Jahr der Laufzeit. Laut HDB beträgt die Kaution meist eine Monatsmiete bei einem Einjahresvertrag und zwei Monatsmieten bei einem Zweijahresvertrag, gezahlt bei Unterzeichnung zusammen mit der ersten Monatsmiete, und rät, auf nachvollziehbarem Weg zu zahlen, etwa per Scheck (HDB, Mietangelegenheiten, Stand: Oktober 2026).

Was mit der Kaution geschieht, regelt der Vertrag. Nach der CEA-Vorlage darf der Vermieter nur einen angemessenen Betrag abziehen, um einen Verstoß zu beheben, und erst nach schriftlicher Mitteilung und 14 Tagen Frist zur Abhilfe; der Rest wird am Ende der Laufzeit ohne Zinsen erstattet, und der Mieter darf die Kaution nicht mit der letzten Monatsmiete verrechnen. Die Vorlage lässt die Kaution auch verfallen, wenn der Mieter das Recht zum Aufenthalt in Singapur verliert oder in der Wohnung ein illegaler Einwanderer angetroffen wird, und erlaubt dem Vermieter, auf Miete, die mehr als sieben Tage verspätet ist, 10 % Zinsen im Jahr zu berechnen (CEA-Vorlage, Stand: Oktober 2026). Besichtigt die Wohnung zu Beginn und bei der Übergabe gemeinsam, und bewahr Fotos und eine Inventarliste auf: Nach der Vorlage kann der Vermieter, sobald die gemeinsame Übergabe erfolgt ist, keine Schäden geltend machen, die dabei nicht festgehalten wurden.

Wenn ihr euch nicht einigt, können die Small Claims Tribunals über eine Forderung aus einem Wohnraummietvertrag von bis zu zwei Jahren entscheiden (siehe Streitfälle). Ein Vermieter, der eine verfallene Kaution behält, muss sie als steuerpflichtige Miete angeben (IRAS).

Miete, Erhöhungen und Mietpreisbegrenzung

Es gibt keine Mietpreisbegrenzung, keine Referenzmiete und keine Obergrenze für Erhöhungen: Die Miete ist, was die Parteien vereinbaren, und die HDB behandelt Meinungsverschiedenheiten über die Miete als Privatsache zwischen Eigentümer und Mieter (HDB, Stand: Oktober 2026). Während einer festen Laufzeit kann sich die Miete nur ändern, wenn der Vertrag es vorsieht oder beide Seiten schriftlich zustimmen. Bei der Verlängerung kann der Vermieter jede Miete verlangen; in der CEA-Vorlage gilt die Verlängerungsoption zu einer „einvernehmlich vereinbarten Miete“ und muss mindestens zwei Monate vor Ende der Laufzeit schriftlich ausgeübt werden. Die Miete wird meist monatlich im Voraus am selben Tag jedes Monats gezahlt.

Stempelsteuer fällt auf jeden Mietvertrag an, bei dem die durchschnittliche Jahresmiete 1.000 S$ übersteigt: 0,4 % der gesamten Miete bei einem Vertrag von bis zu vier Jahren und 0,4 % des Vierfachen der durchschnittlichen Jahresmiete bei einem längeren Vertrag, auf den Dollar abgerundet (IRAS, Stand: Oktober 2026). Bei einem Einjahresvertrag mit 3.000 S$ im Monat beträgt die Steuer zum Beispiel 144 S$. Zur angesetzten Miete zählen auch Entgelte für Möbel, Instandhaltung und Serviceleistungen, und die IRAS setzt den höheren Betrag aus Vertragsmiete und Marktmiete an. Von Gesetzes wegen zahlt der Mieter, sofern der Vertrag nichts anderes sagt (Stamp Duties Act 1929, Third Schedule). Die Steuer muss binnen 14 Tagen nach Unterzeichnung in Singapur online über das myTax Portal gezahlt werden, oder binnen 30 Tagen nach Erhalt der Urkunde, wenn im Ausland unterschrieben wurde. Bei verspäteter Zahlung wird ein Strafzuschlag fällig: bei bis zu drei Monaten Verspätung 10 S$ oder die Steuer selbst, je nachdem, was höher ist, danach 25 S$ oder das Vierfache der Steuer, je nachdem, was höher ist. Ein späterer Vertrag, der die Miete erhöht oder die Laufzeit verlängert, wird nur für den Mehrbetrag versteuert.

Das Abstempeln ist für Mieter wichtig: Ein nicht abgestempelter Vertrag kann vor einem Zivilgericht nicht als Beweis verwendet werden, bis Steuer und Strafzuschlag gezahlt sind (Stamp Duties Act s52), und die Small Claims Tribunals führen die Stempelbescheinigung unter den einzureichenden Unterlagen auf. Wird ein Zimmer in einer Wohnung vermietet, in der der Eigentümer selbst wohnt, sollte beim Abstempeln „partially let“ (teilweise vermietet) stehen, nicht „wholly let“ (ganz vermietet), sonst kann der Eigentümer die niedrigeren Grundsteuersätze für Selbstnutzer verlieren (IRAS).

Kündigung und Ende des Mietverhältnisses

Es gibt keine gesetzlichen Kündigungsfristen und keinen Schutz davor, dass ein Vermieter nicht verlängert: Ein befristetes Mietverhältnis endet einfach am Ablaufdatum, es sei denn, beide Seiten vereinbaren eine Verlängerung. Keine Seite kann eine feste Laufzeit vorzeitig beenden, sofern der Vertrag es nicht erlaubt; ein Mieter, der ohne Diplomatenklausel oder Ausstiegsklausel auszieht, verletzt den Vertrag und kann die Kaution verlieren und die Miete für die Restlaufzeit schulden, vorbehaltlich der Entscheidung eines Gerichts oder Tribunals (CEA-Vorlage; Stand: Oktober 2026). Nach der Vorlage kann der Vermieter den Mietvertrag auch beenden, wenn die Wohnung en bloc verkauft wird, mit drei Monaten Frist und Rückzahlung der Kaution; bei einem sonstigen Verkauf der Wohnung bleibt das Mietverhältnis bestehen.

Auch das Recht des Vermieters, das Mietverhältnis vorzeitig zu beenden, folgt aus dem Vertrag. Die CEA-Vorlage erlaubt dem Vermieter, schriftlich zu kündigen, wenn die Miete sieben Tage nach Fälligkeit unbezahlt ist oder der Mieter einen Verstoß nicht binnen 14 Tagen nach schriftlicher Mitteilung behebt, und nach der Kündigung die Wohnung wieder in Besitz zu nehmen. Bei anderen Verstößen als Nichtzahlung der Miete besagt der Conveyancing and Law of Property Act 1886 (s18), dass ein right of re-entry or forfeiture (Recht, die Wohnung wieder in Besitz zu nehmen oder das Mietverhältnis für verwirkt zu erklären) erst durchgesetzt werden kann, wenn der Vermieter eine Mitteilung zugestellt hat, die den Verstoß benennt, und eine angemessene Frist zur Abhilfe gegeben hat, und der Mieter kann beim Gericht Schutz vor der Verwirkung beantragen; dieser Schutz gilt nicht bei Verstößen gegen ein Verbot der Untervermietung oder Abtretung (SSO, Stand: Oktober 2026).

Ein Vermieter darf die Sachen eines Mieters wegen unbezahlter Miete nur über einen writ of distress (gerichtliche Pfändungsanordnung) pfänden lassen, für Rückstände von bis zu 12 Monaten (Distress Act 1934, ss4–5), und selbst eine vom Mieter verlassene Wohnung wird über den Sheriff (Gerichtsvollzieher) des Gerichts zurückgenommen, nicht durch Austausch der Schlösser (s23). Belästigt eine Seite die andere, kann der Protection from Harassment Court Schutzanordnungen erlassen. HDB-Mieter tragen ein weiteres Risiko: Wird die HDB-Genehmigung des Eigentümers widerrufen oder verstößt der Eigentümer gegen HDB-Regeln, ist die Vermietung selbst nicht mehr genehmigt.

Reparaturen, Nebenkosten und wer was zahlt

Kein Gesetz legt die Reparaturpflichten von Vermietern bei Wohnungen fest; das tut der Vertrag. Nach der CEA-Vorlage hält der Vermieter Gebäudesubstanz, verdeckte Leitungen, Rohre und Abflüsse instand, versichert das Gebäude gegen Feuer, zahlt Grundsteuer, conservancy charges (Abgaben für Reinigung und Unterhalt der Anlage) und andere laufende Kosten, sofern der Mieter nicht zugestimmt hat, sie zu zahlen, ersetzt Gegenstände, die sich nicht mehr reparieren lassen, es sei denn, der Mieter hat den Fehler verursacht, und zahlt für Ausfälle der Klimaanlage, Ersatzteile und chemische Reinigung, es sei denn, sie gehen auf Vernachlässigung durch den Mieter zurück. Der Mieter zahlt alle Versorgungskosten (Strom, Wasser, Gas) und das Internet, hält die Innenräume in gutem Zustand, zahlt Kleinreparaturen bis zum vereinbarten Betrag je Posten (was darüber liegt, erstattet der Vermieter binnen sieben Tagen), lässt die Klimaanlage mindestens alle drei Monate warten und zeigt die Belege vor und hält die Wohnung frei von Schädlingen und sauber (CEA-Vorlage, Stand: Oktober 2026). Die Vorlage sieht außerdem zu Beginn eine problem-free period (Anfangsfrist) vor, in der der Vermieter Mängel behebt, die der Mieter schriftlich meldet. Besichtigungen durch neue Mieter sind in den letzten zwei Monaten erlaubt, durch Käufer jederzeit, mit 48 Stunden schriftlicher Ankündigung.

In der Vorlage sichert der Vermieter außerdem quiet enjoyment (ungestörte Nutzung) zu und auf Verlangen Quittungen für Miete und Kaution; lass dir beides schriftlich geben.

Maklerprovision: Jeder Immobilienmakler muss über eine zugelassene Maklerfirma beim CEA registriert sein, und es ist eine Straftat, ohne Registrierung als Makler zu arbeiten. Es gibt keine festen Provisionssätze und keine amtlichen Richtwerte für die Höhe; die Provision sollte schriftlich vereinbart werden (der CEA schreibt dafür Maklervertragsformulare für Vermieter und Mieter vor) und wird an die Maklerfirma gezahlt, nicht an den Makler. Ein Makler darf im selben Geschäft nicht von Vermieter und Mieter Provision nehmen, das ist eine Straftat (CEA, Stand: Oktober 2026). Leiste nie eine Anzahlung, um eine Wohnung zu besichtigen oder zu reservieren, bevor du sie mit einem registrierten Makler gesehen hast, und zahl direkt an den Eigentümer, auf nachvollziehbarem Weg. Die Rolle des Maklers endet mit der Übergabe: Die Verwaltung der Wohnung während des Mietverhältnisses liegt außerhalb der Aufsicht des CEA.

Anmeldung und Leben vor Ort

Wer mieten darf, hängt von der Art der Wohnung ab. HDB-Wohnungen und -Zimmer können von Staatsbürgern Singapurs, Permanent Residents (PR, Daueraufenthaltsberechtigte) und Ausländern gemietet werden, die sich mit einem Employment Pass, S Pass, Work Permit, Student's Pass, Dependant's Pass oder Long-Term Visit Pass legal in Singapur aufhalten, der bei Antrag des Eigentümers noch mindestens sechs Monate gültig ist; Inhaber eines Work Permit in Bau, Werften und Prozessindustrie müssen Malaysier sein, bei Vermietung einer ganzen Wohnung auch in der Fertigung. Touristen dürfen keine HDB-Wohnung und kein HDB-Zimmer mieten. Eigentümer anderer HDB-Wohnungen können in der Regel nicht zusätzlich eine mieten (HDB, Stand: Oktober 2026). Für eine ganze HDB-Wohnung gilt die Non-Citizen Quota (Quote für Nicht-Staatsbürger), sobald ein Mieter Nicht-Staatsbürger und kein Malaysier ist (Permanent Resident oder Ausländer): 8 % der Wohnungen je Viertel und 11 % je Block. Ist ein Block oder Viertel ausgeschöpft, können dort nur Singapurer und Malaysier eine ganze Wohnung mieten; die Online-Quotenabfrage der HDB zeigt, ob eine Wohnung zur Verfügung steht. Für die Miete eines Zimmers gilt die Quote nicht. Für private Wohnungen gibt es keine Regeln zur Staatsangehörigkeit.

Vermieter müssen jeden Mieter prüfen. Nach dem Immigration Act muss ein Vermieter, der an einen Ausländer vermietet, den Aufenthaltspass im Original prüfen, ihn mit dem Reisepass im Original abgleichen und den Aufenthaltspass beim Ministry of Manpower (Arbeitspässe) oder bei der ICA (andere Pässe) verifizieren; wer nur eine oder zwei der drei Prüfungen durchführt, kann wegen leichtfertigen oder fahrlässigen Beherbergens belangt werden, wenn sich herausstellt, dass die Person ihre Aufenthaltsfrist überzogen hat, mit mindestens sechs Monaten Haft (bis zu zwei Jahren) und einer Geldstrafe von bis zu 6.000 S$ bei leichtfertigem oder wissentlichem Beherbergen (ICA, Stand: Oktober 2026). Seit dem 7. August 2020 verlangt auch die Women's Charter Identitätsprüfungen bei Staatsbürgern und Permanent Residents, durch Vermieter und durch Mieter, die untervermieten (Sorgfaltsrichtlinien des CEA). Rechne also damit, dass du Reisepass und Aufenthaltspass persönlich vorzeigen musst und die Makler Kopien behalten.

Melde nach dem Umzug deine Adresse. Staatsbürger und Permanent Residents müssen eine Adressänderung binnen 28 Tagen der ICA melden (National Registration Act; Geldbußen bis 5.000 S$). Inhaber eines Employment Pass und S Pass oder ihre Arbeitgeber müssen dem Ministry of Manpower eine Adressänderung binnen 5 Tagen melden, und bei Inhabern eines Work Permit muss das der Arbeitgeber tun (MOM, Stand: Oktober 2026). Singpass, die nationale digitale Identität, die für diese E-Dienste, die HDB-Prüfungen und die Stempelsteuer genutzt wird, steht Staatsbürgern, Permanent Residents und Inhabern einer Foreign Identification Number ab 15 Jahren offen.

Untermiete und Weitervermietung

HDB-Wohnungen: Ein Mieter darf nie untervermieten. Der Eigentümer muss sicherstellen, dass die Mieter die Wohnung oder das Zimmer nicht an andere weitervermieten, und nur von der HDB zugelassene Mieter dürfen dort wohnen; neue Mieter brauchen vor dem Einzug die Genehmigung der HDB, und der Eigentümer muss jede andere Änderung, etwa den Auszug eines Mieters, binnen 7 Tagen melden (HDB, Stand: Oktober 2026). Zimmer zu vermieten ist Sache des Eigentümers: Der Eigentümer einer 3-Room-Wohnung oder einer größeren darf ein Schlafzimmer (3-Room) oder bis zu zwei (4-Room und größer) vermieten, muss weiter in der Wohnung wohnen, darf kein Zimmer abschließen und den Rest vermieten und darf nur Schlafzimmer nutzen, die die HDB gebaut hat, nie abgeteilte Räume. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate je Mieter, und die Genehmigung gilt bis zu drei Jahre, wenn alle Mieter Singapurer oder Malaysier sind, oder zwei Jahre, wenn einer ein Nicht-Staatsbürger und kein Malaysier ist. Nicht genehmigte Vermietung kann zu einer Strafe und zur zwangsweisen Einziehung der Wohnung führen.

Private Wohnungen: Untervermietung ist Sache des Vertrags. Die CEA-Vorlage verbietet es, ohne Zustimmung des Vermieters den Vertrag abzutreten, unterzuvermieten oder die Wohnung anderen zu überlassen, und ein Verstoß gegen eine solche Verpflichtung ist vom Schutz nach s18 des Conveyancing and Law of Property Act (vorherige Mitteilung und gerichtlicher Schutz) ausgenommen. Ein Mieter, der mit Zustimmung untervermietet, muss trotzdem die Belegungsgrenze und die Mindestmietdauer der URA einhalten und dieselben Identitätsprüfungen durchführen wie ein Vermieter.

Belegungsgrenzen: In einer privaten Wohnung unter 90 m² dürfen höchstens sechs nicht verwandte Personen wohnen (Hausangestellte zählen als Familie). Vom 22. Januar 2024 bis 31. Dezember 2028 dürfen private Wohnungen ab 90 m², die bei der URA registriert sind (Gebühr 20 S$), 4-Room-HDB-Wohnungen und größere sowie Wohnräume in HDB-Gewerbeeinheiten dieser Größe bis zu acht Personen aufnehmen; 3-Room-HDB-Wohnungen bleiben bei sechs und 1- und 2-Room-Wohnungen bei vier. Die Lockerung sollte ursprünglich Ende 2026 auslaufen und wurde im Januar 2026 verlängert, und die HDB sagt, die Grenze falle für jeden Mietzeitraum über den 31. Dezember 2028 hinaus auf sechs zurück (URA und HDB, Stand: Oktober 2026). Frag vor der Anmietung eines Zimmers, ob der Vermieter oder Hauptmieter die Genehmigung hat und ob du innerhalb der Grenze liegst.

Für Vermieter

HDB-Eigentümer: Nur Staatsbürger Singapurs, die die minimum occupation period (MOP, Mindestwohndauer, meist fünf Jahre) erfüllt haben, dürfen eine ganze Wohnung vermieten, und nur mit Genehmigung der HDB vor Beginn des Mietverhältnisses, online beantragt mit einer Gebühr von 18 S$ (9 S$ je Schlafzimmer bei Zimmervermietung); eine Verlängerung ist ein neuer Antrag. Wohnungen, die seit der Verkaufsrunde vom Oktober 2024 als Plus oder Prime verkauft wurden, und Wohnungen des Prime Location Public Housing dürfen nie als Ganzes vermietet werden, freie Zimmer aber schon (HDB, Stand: Oktober 2026). Der Eigentümer ist für das Verhalten der Mieter verantwortlich, muss die Belegungsgrenze einhalten, muss sicherstellen, dass die Mieter legal im Land sind, und muss einen Bevollmächtigten bestellen, wenn er während der Vermietung im Ausland lebt.

Private Eigentümer brauchen zum Vermieten keine Genehmigung, aber jeder Aufenthalt muss mindestens drei Monate am Stück dauern: Kurzzeitvermietung, zum Beispiel über Homesharing-Plattformen, ist in allen Wohnimmobilien illegal. Die Seite der URA sagt, dass nach dem Planning Act jeder, der der kurzzeitigen Vermietung für schuldig befunden wird, „mindestens mit einer Geldstrafe von bis zu 5.000 $ rechnen muss“, und dass Wiederholungstäter und Personen, die mehrere Wohnungen kurzzeitig vermieten, vor Gericht gebracht werden, wo viele deutlich höhere Geldstrafen erhalten haben. Die URA mahnt Eigentümer, zu prüfen, dass ihre Mieter die Wohnung nicht kurzzeitig weitervermieten (URA, Seite aktualisiert Juni 2026). In HDB-Wohnungen beträgt die Mindestdauer sechs Monate, und die Vermietung an Touristen ist verboten. Jeder Vermieter muss die Einwanderungs- und Identitätsprüfungen durchführen und sollte auf einem abgestempelten Vertrag bestehen.

Steuer: Mieteinnahmen werden als Teil deines Einkommens besteuert. Steuerlich Ansässige zahlen progressive Sätze von 0 % bis 24 % (ab dem Veranlagungsjahr 2024); Nichtansässige zahlen auf Mieteinnahmen pauschal 24 % (vor dem Veranlagungsjahr 2024 22 %). Du kannst pauschal 15 % der Bruttomiete als Ausgaben ansetzen, plus Hypothekenzinsen, oder stattdessen deine tatsächlichen Ausgaben; einbehaltene Kautionen sind steuerpflichtige Miete (IRAS, Stand: Oktober 2026). Die Grundsteuer steigt, wenn eine Wohnung als Ganzes vermietet wird: Nicht selbst genutzte Wohnungen zahlen 12 % auf die ersten 30.000 S$ des annual value (Jahresmietwert), 20 % auf die nächsten 15.000 S$, 28 % auf die nächsten 15.000 S$ und 36 % über 60.000 S$ (seit dem 1. Januar 2024), gegenüber 0 % bis 32 % bei Selbstnutzern (Stufen von 2025). Wer Zimmer vermietet und selbst weiter in der Wohnung wohnt, behält die Sätze für Selbstnutzer, wenn der Vertrag als „partially let“ abgestempelt ist.

Streitfälle und wo es Hilfe gibt

Small Claims Tribunals (SCT), Teil der State Courts: Sie verhandeln Forderungen bis 20.000 S$ (30.000 S$, wenn beide Seiten eine Einverständniserklärung unterschreiben) aus einem Wohnraummietvertrag von höchstens zwei Jahren, eingereicht binnen zwei Jahren nach dem Ereignis, online über das Community Justice and Tribunals System. Die Gebühr für Privatpersonen beträgt 10 S$ bis 5.000 S$, 20 S$ bis 10.000 S$ und 1 % der Forderung darüber. Anwälte dürfen die Parteien nicht vertreten, das Verfahren beginnt mit Online-Verhandlung oder Mediation, und die meisten Fälle sind binnen vier Monaten erledigt (Singapore Courts, Stand: Oktober 2026). Die SCT können keine Forderung gegen jemanden außerhalb Singapurs verhandeln; das ist wichtig, wenn dein Vermieter im Ausland lebt. Größere Forderungen und längere Mietverträge gehen an die ordentlichen Zivilgerichte.

Community Mediation Centre (Ministry of Law): kostenlose, vertrauliche Mediation an 21 Standorten für Vermieter, Mieter und Mitmieter bei nicht vertraglichen Fragen zum Zusammenleben: Schäden, Hausordnung, Verhalten, Belästigung, die die Polizei nicht als Festnahmedelikt einstuft, und Geldstreitigkeiten ohne Zinsen unter 5.000 S$. Streit mit einem Immobilienmakler geht zuerst an die Agentur des Maklers und dann, wenn du ein Maklervertragsformular des CEA unterschrieben hast, in das Verfahren des CEA: Mediation bei der Consumers Association of Singapore (CASE), dem Singapore Institute of Surveyors and Valuers oder dem Singapore Mediation Centre, danach Schiedsverfahren. Der CEA selbst kann bei Streitfällen ohne Makler nicht tätig werden, man kann ihm aber Makler melden, die gegen die Regeln verstoßen. Streit um Stempelsteuer geht an die IRAS, Fragen zu Mietberechtigung und Belegung an die HDB oder die URA.

Betrug: Mietbetrug mit gefälschten Inseraten und Betrügern, die sich als Makler ausgeben, ist verbreitet. Prüf die Telefonnummer des Maklers (nicht nur den Namen) im CEA Public Register, zahl nie vor der Besichtigung und ruf bei Zweifeln die rund um die Uhr erreichbare ScamShield Helpline unter 1799 an; melde Betrug bei der Polizei. Kostenlose Rechtsberatung für Menschen, die sich keinen Anwalt leisten können, bieten die community legal clinics (Rechtssprechstunden in den Wohnvierteln), die Pro Bono SG auflistet.

Wo es Hilfe gibt

Häufige Fragen zum Mieten in Singapur

Wie hoch darf die Kaution sein, die ein Vermieter in Singapur verlangt?

Es gibt keine gesetzliche Obergrenze und keine Kautionssicherung; der Vermieter verwahrt die Kaution nach den Bedingungen des Vertrags. Üblich ist, wie auch die HDB beschreibt, eine Monatsmiete pro Vertragsjahr: eine Monatsmiete bei einem Einjahresvertrag, zwei bei einem Zweijahresvertrag, in der Praxis oft zunächst als good-faith deposit (Reservierungsanzahlung) mit dem letter of intent (Absichtserklärung) gezahlt. Wird sie nicht zurückgezahlt, kann eine Forderung aus einem Mietvertrag von bis zu zwei Jahren vor die Small Claims Tribunals gehen (Stand: Oktober 2026).

Wer zahlt die Stempelsteuer auf einen Mietvertrag, und wie hoch ist sie?

Der Mieter, sofern der Vertrag nichts anderes sagt (Stamp Duties Act, Third Schedule). Sie beträgt 0,4 % der gesamten Miete bei einem Vertrag von bis zu vier Jahren, also 144 S$ bei einem Einjahresvertrag mit 3.000 S$ im Monat, und muss binnen 14 Tagen nach Unterzeichnung über das myTax Portal gezahlt werden. Mietverträge mit einer durchschnittlichen Jahresmiete von 1.000 S$ oder weniger sind befreit (IRAS, Stand: Oktober 2026).

Kann ich vor Ende meines Mietvertrags ausziehen, wenn mein Job mich ins Ausland versetzt?

Nur wenn dein Vertrag eine diplomatic clause oder break clause (Diplomatenklausel, Ausstiegsklausel) hat; ein gesetzliches Recht, eine feste Laufzeit vorzeitig zu beenden, gibt es nicht. Die Zahlen werden in jedem Mietvertrag vereinbart; in der Praxis erlaubt die Klausel meist, nach 12 Monaten mit zwei Monaten Frist zu kündigen, wenn du aus Singapur versetzt wirst, deine Stelle verlierst oder zum Verlassen aufgefordert wirst, mit Nachweis. Ohne sie kannst du an die volle Laufzeit gebunden werden, und nach der CEA-Vorlage musst du unter Umständen auch einen Teil der Provision des Maklers des Vermieters erstatten (Stand: Oktober 2026).

Kann ich als Ausländer eine ganze HDB-Wohnung mieten?

Ja, wenn du einen Employment Pass, S Pass, Student's Pass, Dependant's Pass oder Long-Term Visit Pass hast, der noch mindestens sechs Monate gültig ist (manche Inhaber eines Work Permit müssen Malaysier sein), und Block und Viertel unter der Non-Citizen Quota von 11 % und 8 % liegen. Malaysier zählen bei der Quote nicht mit, und für die Miete eines Zimmers gilt die Quote nicht. Der Eigentümer muss Staatsbürger sein, der die Mindestwohndauer (MOP) erfüllt hat, und die Genehmigung der HDB einholen, bevor du einziehst (HDB, Stand: Oktober 2026).

Ist ein Kurzaufenthalt wie bei Airbnb in einer Wohnung in Singapur legal?

Nein. Private Wohnungen müssen für mindestens drei Monate am Stück vermietet werden und HDB-Wohnungen für mindestens sechs; Kurzzeitvermietung in Wohnimmobilien ist für Eigentümer und Mieter illegal, und Gäste, die dort angetroffen werden, müssen unter Umständen bei den Ermittlungen mitwirken. Für Kurzaufenthalte haben Hotels keine Mindestdauer und Serviced Apartments mindestens sieben Tage (URA, Stand: Oktober 2026).

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