Wohnung mieten in Leipzig

Leipzig ist noch immer die günstigste deutsche Großstadt zum Mieten, aber kein leichtes Pflaster mehr: Die Angebotsmieten bei ImmoScout24 lagen im 3. Quartal 2026 im Schnitt bei 9,33 € pro m² kalt, rund 3,8 % höher als ein Jahr zuvor und etwa ein Drittel über 2020, und das Portal stuft die Nachfrage als leicht erhöht ein, nicht als angespannt. Auf den Portalen stehen jederzeit Tausende Wohnungen; die eigentlichen Hürden sind die Unterlagen, günstige Wohnungen, die schnell weg sind, und der Ansturm neuer Studierender im Oktober. Die Mietpreisbremse gilt bis zum 30. Juni 2027 in der ganzen Stadt, prüfe also jedes Inserat anhand des Mietspiegels der Stadt.

Geprüft am 20. Oktober 2026Kaution, Mietvertrag und Kündigungsfristen: die Regeln in Deutschland

Die Leipziger Innenstadt bei Sonnenaufgang

Die aktuelle Lage

Die Mieten sind von niedrigem Niveau aus schnell gestiegen. Der Wohnungsbericht der Stadt beziffert die mittlere Angebotsmiete (Median) für 2024 auf 9,26 € pro m² kalt, 29 % mehr als 2020, während die Mieten in laufenden Mietverhältnissen um 15 % auf 7,14 € stiegen. ImmoScout24 nennt 9,22 € pro m² für das 2. Quartal 2026 und 9,33 € für das 3. Quartal, von 8,39 € im Stadtbezirk West (Grünau) bis 11,00 € in Mitte; das WohnBarometer des Portals nennt Leipzig weiterhin die günstigste der acht Metropolen, mit rund 636 € kalt für eine Referenzwohnung mit 70 m². Immowelt nennt für Oktober 2026 9,68 €, in diesem Jahr +1,3 % nach +4,5 % im Jahr 2025.

Das Angebot ist nicht so knapp wie in Köln oder München. Der Zensus 2022 zählte 4,4 % leer stehende Wohnungen, davon rund 11.000 binnen drei Monaten vermietbar (Monitoringbericht Wohnen 2025), und am 20. Oktober 2026 zählte ImmoScout24 in der Stadt 3.212 Mietwohnungen. Die Nachfragestudie von ImmoScout24 (November 2025) ordnet Leipzig in die mittlere Stufe ein, „leicht erhöhte Nachfrage“, zusammen mit Stuttgart und Dresden, zwei Stufen unter Köln und Düsseldorf. Der Druck liegt im günstigen Segment: Laut dem Marktbericht 2025 einer Hausverwaltung sind ältere Wohnungen im Stadtbezirk West heute in weniger als 20 Tagen vermietet, gegenüber 119 Tagen im Jahr 2015, und Ende 2024 waren nur 1.787 Wohnungen, 0,5 % des Bestands, geförderte Sozialwohnungen.

Die Stadt wächst weiter, vor allem durch den Zuzug von 18- bis 25-Jährigen, und das Leipziger Stadtplanungsamt schätzt den Bedarf zwischen 2025 und 2030 auf rund 15.500 neue Wohnungen (L-IZ, September 2026). Jeden Oktober beginnen allein an der Universität Leipzig mehr als 6.000 neue Studierende, und beim Studentenwerk gingen bis Anfang September 2026 rund 2.900 Bewerbungen für etwa 1.600 freie Wohnheimplätze ein. Private Vermieter, die städtische LWB und die Genossenschaften verlangen alle eine Mieterselbstauskunft, eine SCHUFA-Prüfung und Einkommensnachweise, die Neuankömmlinge in den ersten Wochen oft nicht vorlegen können.

Die Mietpreisbremse gilt in Leipzig seit dem 13. Juli 2022. Nach der sächsischen Verordnung vom 2. Dezember 2025 darf eine neue Miete bis zum 30. Juni 2027 höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete laut dem qualifizierten Mietspiegel der Stadt liegen, und Erhöhungen in laufenden Mietverhältnissen sind bis zum selben Datum auf 15 % in drei Jahren gedeckelt (Stadt Leipzig, 2026). Wie es danach weitergeht, ist offen: Der Freistaat wollte nach einer Empirica-Studie, die für das 3. Quartal 2026 erwartet wurde, entscheiden, ob weitere Maßnahmen nötig sind, und hatte bis zum 20. Oktober 2026 keine Entscheidung bekannt gegeben. Wohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet wurden, sind ausgenommen, und Neubauten verlangen deutlich mehr: 13,33 € pro m² für Wohnungen ab Baujahr 2015 gegenüber 7,50 € für Plattenbauten der 1960er- bis 1980er-Jahre (Wohnungsbericht der Stadt, Medianwerte 2024).

Mit einem Durchschnittsgehalt ist eine Zweizimmerwohnung in der Südvorstadt, in Plagwitz, Lindenau oder Gohlis realistisch, meist 420–605 € kalt für 45–55 m², dazu etwa 120–150 € für Nebenkosten und Heizung. Rechne mit Konkurrenz um preiswerte ältere Wohnungen im beliebten Süden und Westen und mit mehr Auswahl in Reudnitz, Eutritzsch, den östlichen Stadtteilen und Grünau. Außerhalb der Hochsaison der Studierenden solltest du für eine unmöblierte Wohnung ein bis zwei Monate einplanen; wer zum Studium im September oder Oktober ankommt, sollte zuerst ein Zimmer auf Zeit einplanen.

Hinter den Bewertungen

SchwierigkeitSchwer

LWB, Genossenschaften und private Vermieter verlangen Mieterselbstauskunft, SCHUFA-Einwilligung, Gehaltsabrechnungen und Belege über drei bezahlte Monatsmieten, also Unterlagen, die Neuankömmlingen fehlen; Genossenschaften verlangen außerdem Anteile (BGL 465 € plus 50 € für eine Einzimmerwohnung). Sozialwohnungen machen 0,5 % des Bestands aus und setzen einen WBS voraus (Grenze für Alleinstehende 20.520 €). Der Mangel ist nicht gravierend: Leerstand laut Zensus 4,4 % (2022), mittlere Nachfragestufe bei ImmoScout24 (2025), 3.212 Inserate (Oktober 2026). Für die meisten LWB-Wohnungen braucht man keinen WBS. Stand: Oktober 2026.

KostenGünstig

Zweizimmerwohnung mit 45–55 m² in halbwegs zentralen Bezirken zu 9,31–11,00 € pro m² kalt (ImmoScout24, 3. Quartal 2026, von Alt-West bis Mitte; Stadtdurchschnitt 9,33 €): 420–605 € kalt, 540–750 € warm mit 2,67 € pro m² für Nebenkosten und Heizung (Deutscher Mieterbund, Bundesdurchschnitt, 2024). Mittleres Nettogehalt (Median) 2.600–2.700 € (unsere Schätzung: alleinstehend, Steuerklasse I, 2026, nach 21,75 % Sozialabgaben und Einkommensteuer, ausgehend von 4.012 € brutto für Vollzeitbeschäftigte mit Wohnsitz in Leipzig, Bundesagentur für Arbeit, Ende 2025). Anteil: 20–29 % warm (bewertet); 16–23 % kalt. Stand: Oktober 2026.

KonkurrenzHoch

ImmoScout24 stuft Leipzig mit „leicht erhöhter Nachfrage“ ein (Anfragen pro Inserat im Median das 1,5- bis 2,5-Fache eines ausgeglichenen Marktes, August–Oktober 2025), zusammen mit Stuttgart und Dresden, zwei Stufen unter Köln und Düsseldorf. Laut dem Bericht einer Hausverwaltung sind ältere Wohnungen im günstigsten Stadtbezirk in weniger als 20 Tagen vermietet (PISA, Daten von 2025). 3.212 Wohnungen bei ImmoScout24 am 20. Oktober 2026. Spitze im September und Oktober: rund 2.900 Bewerbungen für 1.600 Wohnheimplätze (Studentenwerk, September 2026). Stand: Oktober 2026.

BetrugsrisikoVerbreitet

Die Verbraucherzentrale Sachsen führt einen Ratgeber zu gefälschten Wohnungsinseraten (aktualisiert am 7. August 2026). Eine Warnung der Polizeidirektion Leipzig oder einen Gerichtsfall zu Mietbetrug an Wohnungssuchenden aus den letzten zwölf Monaten haben wir nicht gefunden; die Betrugswarnungen der Polizeidirektion betrafen 2026 Urlaubsbuchungen, Verkäufe über Kleinanzeigen und falsche Polizeibeamte. Im Mai 2025 warnte die städtische LWB ihre Mieter vor gefälschten Schreiben, die ein neues Bankkonto für die Miete ankündigten. Stand: Oktober 2026.

Die Dächer der Innenstadt, dahinter grüne Vororte
Die Dächer der Innenstadt, dahinter grüne Vororte

Was es kostet

WohnungstypTypische AngebotsmieteQuelle
WG-ZimmerWarm, meist inklusive Nebenkosten. Laut Studentenwerk liegt das durchschnittliche WG-Zimmer rund 100 € über dem Durchschnitt der eigenen Wohnheime von 310 € (April 2026); Studis Online schätzt 420 € (Daten von Herbst 2024 plus 5 %). Am 20. Oktober 2026 reichten die Angebote auf der ersten Seite von WG-Gesucht von etwa 315 € bis 545 €. Wohnheimzimmer kosten 215–325 € in Wohngemeinschaften und 295–435 € als Apartment (Studentenwerk, 1. Oktober 2026).350–500 € pro MonatStudentenwerk Leipzig; Studis Online; WG-Gesucht, erste Ergebnisseite, Oktober 2026
Ein- bis Zweizimmerwohnung (35–55 m²)Kaltmiete, berechnet aus Bezirksdurchschnitten von etwa 9,00–11,00 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026; Stadtdurchschnitt 9,33 €); kleine Wohnungen und Neubauten werden oft über dem Durchschnitt pro m² inseriert. Nebenkosten und Heizung kommen dazu. Möblierte Wohnungen auf Wunderflats kosten meist etwa 900–1.500 € im Monat inklusive Nebenkosten (20. Oktober 2026).350–600 € pro MonatImmoScout24, Mietspiegel Leipzig, Bezirksdurchschnitte, Oktober 2026
Dreizimmerwohnung (65–80 m²)Kaltmiete, berechnet aus Bezirksdurchschnitten von etwa 8,80–11,00 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026; Stadtdurchschnitt von Immowelt 9,68 €, Oktober 2026). Nebenkosten und Heizung kommen dazu; Neubauten kosten deutlich mehr (ImmoScout24, im Schnitt 13,98 € pro m², 3. Quartal 2026).570–880 € pro MonatImmowelt, Mietpreise Leipzig, Oktober 2026

Angebotsmieten auf den Portalen; tatsächlich gezahlt wird oft weniger (ältere Verträge) oder mehr (möblierte Kurzzeitmieten). Kautionen und was zusätzlich verlangt werden darf, stehen auf der Seite zum Mietrecht in Deutschland.

Der Marktplatz von oben
Der Marktplatz von oben

Tipps von vor Ort

Gesammelt in lokalen Foren, Stadt-Subreddits und Expat-Gruppen, in unseren eigenen Worten. Es ist das, was Leuten geholfen hat, die es hinter sich haben; eine Garantie ist nichts davon.

  1. Prüfe die Miete mit dem Mietspiegelrechner der Stadt

    Der Leipziger Mietspiegel 2025–2027 ist ein qualifizierter Mietspiegel, gültig bis zum 30. Juni 2027, und die Stadt bietet dazu einen kostenlosen Online-Rechner an. Der Basiswert für eine Wohnung mit 45 m² liegt bei 6,39 € pro m², der stadtweite Median des Mietspiegels bei 6,56 €, jeweils vor Zu- und Abschlägen für Baualter, Ausstattung und Lage. Nach der Mietpreisbremse darf eine neue Miete höchstens 10 % über deinem Ergebnis liegen, es sei denn, die Wohnung wurde nach dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet oder umfassend modernisiert, oder schon der Vormieter hat mehr gezahlt. Liegt eine Miete mehr als 20 % über der Vergleichsmiete, kannst du sie nach § 5 Wirtschaftsstrafgesetz beim Sozialamt melden (mietwucher@leipzig.de).

    Quelle: Stadt Leipzig, Seiten zu Mietspiegel, Mietpreisbremse und Mietwucher, 2026

  2. Bewirb dich nicht nur bei privaten Vermietern, sondern auch bei der LWB und den Genossenschaften

    Die LWB vermietet mehr als 36.700 Wohnungen, und für die meisten braucht man keinen WBS; schau also neben ImmoScout24 auch in ihr Portal. Genossenschaften wie BGL und Lipsia nehmen neue Mitglieder auf, wenn sie eine Wohnung anbieten; halte das Geld für die Anteile bereit (BGL: 465 € für eine Einzimmerwohnung, 1.240 € für zwei Zimmer oder mehr, plus 50 €) und rechne mit denselben Unterlagen wie bei der LWB: Selbstauskunft, Einkommensnachweis, SCHUFA-Einwilligung und Vorvermieterbescheinigung.

    Quelle: LWB, FAQ und Vermietungsseite, 2026; BGL, FAQ und Seiten zur Mitgliedschaft, 2026; WG Lipsia, 2026

  3. Studierende: Bewirb dich am Tag der Zulassung um einen Wohnheimplatz und nimm das erste Angebot an

    Jedes Jahr beginnen in Leipzig rund 8.000 Erstsemester, und 58 % bekommen ihre Zulassung erst ein bis zwei Monate vor Semesterbeginn (Umfrage des Studentenwerks, April 2026). Bis Anfang September 2026 lagen dem Studentenwerk rund 2.900 Bewerbungen für etwa 1.600 freie Plätze vor. Es macht pro Bewerbung ein Angebot und sagt, ein zweites sei fast unmöglich; nimm es also an und beantrage nach einem Semester einen Umzug. Falls kein Angebot kommt, schau parallel bei RaumTeiler und WG-Gesucht.

    Quelle: Studentenwerk Leipzig, FAQ und Pressemitteilung vom 16. April 2026; dpa-Umfrage unter den sächsischen Studentenwerken, 8. September 2026

  4. Fang eine WG-Suche möglichst nicht im September oder Oktober an

    Zum Wintersemester kommen allein an die Universität Leipzig mehr als 6.000 neue Studierende (LWB, Oktober 2026), und in einer Umfrage von 2026 sagten 79 % der Leipziger Studierenden, es sei schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Wenn du kannst, komm im August oder such im November, und buch für die ersten Wochen ein möbliertes Zimmer oder eine möblierte Wohnung, in der du dich anmelden darfst.

    Quelle: LWB, Neuigkeiten, Oktober 2026; Studentenwerk Leipzig, Umfrage, April 2026

  5. Hol dir einen WBS, wenn du mit deinem Einkommen Anspruch hast, aber verlass dich nicht darauf

    Eine einzelne Person darf für den weißen WBS, den die meisten Sozialwohnungen voraussetzen, bis zu 20.520 € im Jahr verdienen; es gibt auch einen neuen violetten WBS mit höheren Grenzen (23.640 €), aber die ersten Wohnungen dafür werden nicht vor 2028 erwartet. Leipzig hatte Ende 2024 nur 1.787 geförderte Wohnungen, 0,5 % des Bestands, während im selben Jahr 3.424 WBS ausgestellt wurden. Der WBS hilft dir also vor allem bei den neuen geförderten Häusern der LWB und bei der städtischen Karte freier Sozialwohnungen.

    Quelle: Stadt Leipzig, Seiten zu WBS und Sozialwohnungen, 2026; Monitoringbericht Wohnen 2025

  6. Achte auf das Baualter genauso wie auf den Stadtteil

    Nach den Zahlen der Stadt lag die mittlere Angebotsmiete (Median) bei 7,50 € pro m² für Wohnungen in Plattenbauten von 1961–1990 und bei 7,51 € für Gebäude von 1946–1960, bei 9,25 € für Gründerzeitwohnungen (vor 1919 gebaut), bei 11,40 € für die Baujahre 2005–2014 und bei 13,33 € für Wohnungen ab Baujahr 2015 (2024). Grünau, Lößnig, Marienbrunn, Thekla und Paunsdorf hatten die niedrigsten Angebotsmieten, unter 7,80 €. Neubauten sind von der Mietpreisbremse ausgenommen.

    Quelle: Stadt Leipzig, Monitoringbericht Wohnen 2025

  7. Antworte schnell auf günstige ältere Wohnungen, bei teuren lass dir Zeit

    Laut dem Marktbericht 2026 einer örtlichen Hausverwaltung sind ältere Wohnungen im Stadtbezirk West heute in weniger als 20 Tagen vermietet, gegenüber 119 Tagen im Jahr 2015, während sehr teure Wohnungen, etwa im Waldstraßenviertel, länger brauchen als der Durchschnitt. Richte Suchaufträge ein, antworte bei allem unter etwa 9 € pro m² noch am selben Tag und nutze das langsamere obere Segment zum Verhandeln.

    Quelle: PISA Immobilienmanagement, Marktbericht Miete 2026, nach einem Bericht der L-IZ, Juli 2026

  8. Ferienwohnungen brauchen nach 12 Wochen im Jahr eine Genehmigung

    Seit dem 1. September 2024 begrenzt die Leipziger Zweckentfremdungsverbotssatzung die Vermietung einer Wohnung an Touristen oder wechselnde Gäste auf 12 Wochen (84 Tage) im Jahr; darüber hinaus ist eine Genehmigung nötig, Bußgelder reichen bis 100.000 €, und die Übergangsfrist für bestehende Ferienwohnungen endete am 1. September 2026. Wer sein eigenes Zimmer mit einem normalen Vertrag untervermietet, etwa während eines Auslandssemesters, ist nicht betroffen, braucht aber trotzdem die Zustimmung des Vermieters. Eine Registrierungsnummer für Inserate von Kurzzeitvermietungen gibt es noch nicht.

    Quelle: Stadt Leipzig, Seite zum Zweckentfremdungsverbot, 2026

Stadtviertel

  • Zentrum und die inneren Stadtteile (Mitte) höhere Mieten

    Die Altstadt und die Viertel rund um den Ring: das Musikviertel, das Waldstraßenviertel, das Graphische Viertel und Zentrum-Südost. Der teuerste Stadtbezirk mit 11,00 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026), mit vielen sanierten Gründerzeitwohnungen und Neubauten; die teuersten Wohnungen brauchen hier länger, bis sie vermietet sind.

  • Südvorstadt und Connewitz höhere Mieten

    Lieblingsviertel von Studierenden und jungen Berufstätigen entlang der Karl-Liebknecht-Straße; der Stadtbezirk Süd liegt im Schnitt bei 9,93 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026), und die Stadt zählt die Viertel vom Zentrum bis Connewitz zu denen mit den höchsten Angebotsmieten.

  • Plagwitz und Schleußig höhere Mieten

    Das ehemalige Industrieviertel Plagwitz am Karl-Heine-Kanal mit umgebauten Fabriken, Lofts und Neubauten und das grüne Schleußig, beliebt bei Familien. Der Stadtbezirk Südwest liegt im Schnitt bei 9,53 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026).

  • Lindenau, Altlindenau und Leutzsch mittlere Mieten

    Westlich des Zentrums, rund um die Georg-Schwarz-Straße und die Jahnallee: früher vernachlässigt, heute eine der am schnellsten aufstrebenden Gegenden; Neulindenau verzeichnet seit 2020 den stärksten Anstieg der Angebotsmieten in der Stadt (Wohnungsbericht der Stadt). Der Stadtbezirk Alt-West liegt im Schnitt bei 9,31 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026).

  • Gohlis und Eutritzsch mittlere Mieten

    Nördliche Stadtteile mit Gründerzeitvillen und Alleen in Gohlis-Süd und schlichteren, günstigeren Wohnblocks weiter draußen. Der Stadtbezirk Nord liegt im Schnitt bei 9,49 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026).

  • Reudnitz-Thonberg und Stötteritz mittlere Mieten

    Östlich und südöstlich des Zentrums, mit Straßen voller sanierter Altbauten, Parks und einer Mischung aus Studierenden und Familien; der Stadtbezirk Südost liegt im Schnitt bei 9,42 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026), etwas unter dem Süden und dem Westen.

  • Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf und Paunsdorf niedrigere Mieten

    Im Osten rund um die Eisenbahnstraße stehen ältere Gebäude in unterschiedlichem Sanierungszustand; weiter draußen hat Paunsdorf große Plattenbausiedlungen mit einigen der niedrigsten Angebotsmieten. Der Stadtbezirk Ost liegt im Schnitt bei 9,00 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026).

  • Grünau niedrigere Mieten

    Die große Plattenbausiedlung der 1970er- und 1980er-Jahre im Westen, mit Wohnungen der LWB und der Genossenschaften, Seen in der Nähe und S-Bahn und Straßenbahn ins Zentrum; der Stadtbezirk West ist mit 8,39 € pro m² der günstigste (ImmoScout24, 3. Quartal 2026), und in mehreren Grünauer Vierteln lagen die Angebotsmieten 2024 unter 7,80 €. Viele der Sozialwohnungen auf der Liste der Stadt liegen hier.

Eine breite Straße mit Oberleitungen der Straßenbahn am Rand des Zentrums
Eine breite Straße mit Oberleitungen der Straßenbahn am Rand des Zentrums

Was Vermieter verlangen

Halte diese Unterlagen schon vor der ersten Besichtigung als PDF bereit; in Leipzig geht die Wohnung oft an die Person, die zuerst eine vollständige Mappe schickt.

  • Reisepass oder Personalausweis, dazu ein Aufenthaltstitel, wenn du nicht aus der EU kommst.
  • Mieterselbstauskunft, unterschrieben; die LWB, die Genossenschaften und die meisten Makler nutzen dafür ein eigenes Formular oder die Plattform Immomio.
  • SCHUFA-Einwilligung oder SCHUFA-Auskunft; Neuankömmlinge, über die bei der SCHUFA noch nichts gespeichert ist, sollten damit rechnen, mehr Einkommensnachweise, Ersparnisse oder einen Bürgen vorweisen zu müssen.
  • Arbeits- oder Ausbildungsvertrag und aktuelle Gehaltsabrechnungen; die LWB akzeptiert auch eine Bestätigung von Jobcenter oder Sozialamt, dass die Miete übernommen wird.
  • Nachweis, dass du deine Miete regelmäßig gezahlt hast: Die LWB verlangt Belege für die letzten drei Monate, die BGL eine Vorvermieterbescheinigung.
  • Für Studierende: Zulassungsbescheid oder Immatrikulationsbescheinigung, Nachweis über BAföG oder andere Einkünfte und oft eine Elternbürgschaft.
  • Für Genossenschaftswohnungen: ein Mitgliedsantrag und die Anteile (zum Beispiel 465 € plus 50 € bei der BGL für eine Einzimmerwohnung), die vor dem Einzug bezahlt werden.
  • Für geförderte Wohnungen: ein Leipziger WBS in der Farbe, die die Wohnung verlangt (weiß, grün, gelb oder violett), passend zur Wohnungsgröße.
  • Nach dem Einzug: die Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter, die du brauchst, um dich binnen zwei Wochen in einem Leipziger Bürgeramt anzumelden.

Typische Betrugsmaschen in Leipzig

Das Betrugsrisiko bewerten wir hier mit 3 von 5. Die Verbraucherzentrale Sachsen führt einen Ratgeber zu gefälschten Wohnungsinseraten (aktualisiert am 7. August 2026). Eine Warnung der Polizeidirektion Leipzig oder einen Gerichtsfall zu Mietbetrug an Wohnungssuchenden aus den letzten zwölf Monaten haben wir nicht gefunden; die Betrugswarnungen der Polizeidirektion betrafen 2026 Urlaubsbuchungen, Verkäufe über Kleinanzeigen und falsche Polizeibeamte. Im Mai 2025 warnte die städtische LWB ihre Mieter vor gefälschten Schreiben, die ein neues Bankkonto für die Miete ankündigten. Die allgemeinen Maschen und was du tun kannst, wenn du schon gezahlt hast, stehen im Ratgeber gegen Mietbetrug.

  • Vermieter im Ausland, der die Schlüssel nach der Zahlung schickt

    Eine sanierte Wohnung in beliebter Lage zu einem niedrigen Preis; der Eigentümer ist im Ausland und bietet an, die Schlüssel per Post oder über einen Mittelsmann zu schicken, sobald du eine Kaution überwiesen hast. Nach der Überweisung kommen weder Schlüssel noch Antwort. Die Verbraucherzentrale Sachsen nennt das eine der häufigsten Maschen: Eine Kaution wird erst fällig, wenn ein Mietvertrag unterschrieben ist und das Mietverhältnis beginnt.

  • Schnelle Zusage, dann die Kaution vor dem Vertrag

    Manchmal gibt es eine echte Besichtigung und eine schnelle Zusage, dann die Forderung nach der Kaution, bevor ein Mietvertrag unterschrieben ist; sobald das Geld überwiesen ist, verschwindet der „Vermieter“. Bietet dir in Leipzig jemand eine günstige Altbauwohnung in der Südvorstadt oder in Plagwitz weit unter etwa 9 € pro m² an, prüf vor jeder Zahlung, wem sie gehört, etwa bei Nachbarn oder der Hausverwaltung.

  • Gebühren für einen Platz auf der Auswahlliste

    Betrüger verlangen Geld dafür, dich auf eine Kandidatenliste zu setzen oder eine Besichtigung für eine Wohnung zu organisieren, die es nicht gibt. Seriöse Vermieter und Makler verlangen kein Geld für Besichtigungen, und eine Maklerprovision darf einem Mieter nur berechnet werden, wenn er den Makler selbst und exklusiv beauftragt hat.

  • Gefälschte Portal-Logins und Anfragen nach deinem Ausweis

    E-Mails, die scheinbar von einem Immobilienportal kommen, fordern dich auf, dich über einen Link einzuloggen, oder ein „Vermieter“ will noch vor einer Besichtigung einen Scan deines Personalausweises und deiner Gehaltsabrechnungen. Die Daten werden dann für andere Straftaten genutzt. Log dich nur über die eigene App oder Website des Portals ein und zeig deinen Ausweis persönlich, statt Fremden Kopien zu schicken.

  • Gefälschte Vermieterschreiben, die ein neues Bankkonto ankündigen

    Wenn du schon hier wohnst: Im Mai 2025 warnte die LWB, dass im Osten der Stadt gefälschte Schreiben in ihrem Namen im Umlauf waren, die eine neue Bankverbindung für die Miete ankündigten. Die LWB riet ihren Mietern, nicht auf das neue Konto zu zahlen, und erstattete Anzeige bei der Polizei. Lass dir jede Kontoänderung direkt von deinem Vermieter bestätigen, unter einer Nummer, die du schon kennst.

Wie lange es dauert

Plane außerhalb der Hochsaison der Studierenden ein bis zwei Monate für eine unmöblierte Wohnung ein, länger für eine günstige Altbauwohnung im Süden oder Westen, und ein paar Wochen für ein WG-Zimmer außerhalb von September und Oktober. Buch vor der Ankunft für die ersten Wochen ein möbliertes Zimmer oder eine möblierte Wohnung und prüf, ob du dich dort anmelden kannst. Melde dich in der ersten Woche mit der Wohnungsgeberbestätigung in einem Bürgeramt an, eröffne ein deutsches Konto und bestell deine SCHUFA-Auskunft. Richte dann Suchaufträge bei ImmoScout24, Immowelt, Kleinanzeigen und WG-Gesucht ein, schau alle paar Tage ins Portal der LWB und auf die Websites der Genossenschaften und beantrage einen WBS, wenn du mit deinem Einkommen Anspruch hast. Antworte noch am selben Tag mit einer vollständigen Bewerbungsmappe, prüf jedes Inserat mit dem Mietspiegelrechner der Stadt und zahl die Kaution (bis zu drei Monatskaltmieten, in drei Raten zahlbar) nur auf das Konto, das in einem unterschriebenen Vertrag steht. Studierende sollten sich beim Studentenwerk bewerben, sobald sie zugelassen sind.

Wo es Hilfe gibt

Häufige Fragen zum Mieten in Leipzig

Wie viel kostet eine Wohnung in Leipzig 2026?

Die Angebotsmieten liegen im Schnitt bei 9,33 € pro m² kalt auf ImmoScout24 (3. Quartal 2026; 9,22 € im 2. Quartal) und 9,68 € auf Immowelt (Oktober 2026), von etwa 8,40 € in Grünau bis 11,00 € im Zentrum. Eine Zweizimmerwohnung mit 45–55 m² in einem halbwegs zentralen Bezirk kostet grob 420–605 € kalt, dazu etwa 120–150 € für Nebenkosten und Heizung. Neubauten liegen bei rund 14 € pro m², und ein WG-Zimmer kostet etwa 350–500 € warm.

Gilt die Mietpreisbremse in Leipzig?

Ja, in der ganzen Stadt seit dem 13. Juli 2022. Die sächsische Verordnung vom 2. Dezember 2025, in Kraft seit dem 1. Januar 2026, lässt sie bis zum 30. Juni 2027 gelten: Eine neue Miete darf höchstens 10 % über der Vergleichsmiete im qualifizierten Mietspiegel 2025–2027 liegen, und Erhöhungen in laufenden Mietverhältnissen sind bis zum selben Datum auf 15 % in drei Jahren gedeckelt (Stadt Leipzig, 2026). Wohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet wurden, und Erstvermietungen nach umfassender Modernisierung sind ausgenommen. Ob danach etwas folgt, ist offen: Der Freistaat wollte im 3. Quartal 2026 nach einer Empirica-Studie zum Markt entscheiden, ob weitere Maßnahmen nötig sind, und hatte bis zum 20. Oktober 2026 keine Entscheidung bekannt gegeben.

Ist es in Leipzig noch leicht, eine Wohnung zu finden?

Leichter als in den meisten deutschen Großstädten, aber nicht im günstigen Segment. 3.212 Wohnungen standen am 20. Oktober 2026 bei ImmoScout24, das Portal stuft die Nachfrage als nur leicht erhöht ein (2025), und der Zensus 2022 ergab 4,4 % leer stehende Wohnungen. Bezahlbare ältere Wohnungen in beliebten Stadtteilen sind aber binnen Tagen weg, Sozialwohnungen machen nur 0,5 % des Bestands aus, und in einer Umfrage von 2026 sagten 79 % der Studierenden, bezahlbarer Wohnraum sei schwer zu finden.

Darf ich meine Leipziger Wohnung über Airbnb vermieten?

Bis zu 12 Wochen (84 Tage) im Jahr ohne Genehmigung; darüber hinaus verlangt das Zweckentfremdungsverbot der Stadt, das seit dem 1. September 2024 gilt, eine Genehmigung, und die Bußgelder reichen bis 100.000 €. Wer die eigene Hauptwohnung vermietet, während er länger weg ist, kann eine Genehmigung bekommen, und eine reguläre Untervermietung an eine Person ist nicht betroffen. Als Mieter brauchst du außerdem die Zustimmung deines Vermieters. Eine Registrierungsnummer für Inserate von Kurzzeitvermietungen gibt es in Leipzig noch nicht (Stadt Leipzig, 2026).

Kann ein Neuankömmling eine Wohnung der LWB oder einer Genossenschaft bekommen?

Ja. Die Wohnungen der LWB stehen allen offen, die ihre Anforderungen an die Unterlagen erfüllen, und für die meisten braucht man keinen WBS; Genossenschaften wie BGL und Lipsia nehmen Mitglieder auf, wenn sie eine Wohnung anbieten, gegen Anteile von je 153–155 € und 50 € Eintrittsgeld (BGL: 465 € für eine Einzimmerwohnung). Rechne mit einer SCHUFA-Prüfung und Nachweisen über Einkommen und bisherige Mietzahlungen.

Quellen dieser Seite (47)

Etwas ist veraltet, oder es fehlt ein Kanal? Schreib uns. Wir prüfen die Seiten der Reihe nach, die älteste zuerst; diese zuletzt am 20. Oktober 2026.