Wohnung mieten in Freiburg

Gemessen an seiner Größe hat Freiburg einen der angespanntesten Mietmärkte Deutschlands: CBRE-empirica bezifferte den marktaktiven Leerstand Ende 2024 auf 0,1 %, gleichauf mit anderen Städten der niedrigste Wert in Deutschland, und ImmoScout24 ordnet die Stadt bei den Anfragen pro Inserat in die oberste Stufe ein, neben München und Hamburg. Die Angebotsmieten liegen bei etwa 14,83 € pro m² kalt (ImmoScout24, 3. Quartal 2026) und steigen weiter um rund 5 % im Jahr, während zwei Wohnungsgenossenschaften der Stadt keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen. Komm mit einer vollständigen deutschen Bewerbungsmappe, einem Zimmer auf Zeit als Ausweichlösung und Geduld, vor allem im Ansturm zum Wintersemester.

Geprüft am 20. Oktober 2026Kaution, Mietvertrag und Kündigungsfristen: die Regeln in Deutschland

Die Freiburger Altstadt mit dem Münster

Die aktuelle Lage

Die Mieten sind hoch und steigen weiter. ImmoScout24 beziffert die Angebotsmieten für Wohnungen in Freiburg im 3. Quartal 2026 auf 14,83 € pro m² kalt, 5,7 % mehr als ein Jahr zuvor, in den inneren Stadtteilen Herdern und Wiehre auf etwa 15,55–16,40 €. Immowelt nennt für Oktober 2026 13,22 €, ein Plus von 4,2 % in einem Jahr nach 6,3 % im Jahr 2025. Der qualifizierte Mietspiegel 2025/2026 der Stadt, der auf tatsächlich gezahlten Mieten vom August 2024 beruht, liegt im Schnitt bei 10,81 € pro m²; bei einer Neuvermietung zahlst du also meist weit mehr als Bestandsmieter.

Fast nichts steht leer. Der Leerstandsindex von CBRE-empirica ergab, dass Ende 2024 nur 0,1 % der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sofort vermietbar waren, gemeinsam mit München und Frankfurt der niedrigste Wert in Deutschland. Die Analyse der Anfragen von ImmoScout24 (August bis Oktober 2025) zählte Freiburg zu 19 von 418 deutschen Städten und Kreisen mit „sehr angespannter“ Nachfrage, und der Geschäftsführer des Portals sagte, Universitätsstädte wie Freiburg und Heidelberg kämen auf mehr als 100 Anfragen pro Inserat. Am 20. Oktober 2026 standen bei ImmoScout24 493 Mietwohnungen, in einer Stadt mit rund 233.000 Einwohnern.

Du konkurrierst mit sehr vielen Studierenden, rund 32.500 im Wintersemester 2022/23 (Statistik der Stadt Freiburg), mit Pendlern und mit Familien. Die städtische Freiburger Stadtbau (mehr als 9.500 Wohnungen) führt eine Warteliste nach Dringlichkeit und nennt keine Wartezeit; Heimbau Breisgau und Familienheim Freiburg nehmen keine neuen Mitglieder auf, und der Bauverein Breisgau öffnet nur einen Teil seiner Wohnungen für Nichtmitglieder. Die Wohnungsmarktanalyse der Stadt (September 2025) erwartet keine baldige Entspannung: Im neuen Stadtteil Dietenbach, auf den mehr als die Hälfte aller noch möglichen Wohnungen entfällt, werden erst jetzt die ersten Grundstücke vergeben, und Bauanträge werden ab Ende 2027 erwartet.

Freiburg ist eine von 130 Gemeinden in Baden-Württemberg, in denen die Mietpreisbremse und die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % für Erhöhungen in laufenden Mietverhältnissen gelten. Beide Landesverordnungen gelten vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2026; am 22. September 2026 gab die Landesregierung Entwürfe für eine nahtlose Verlängerung in die Anhörung, die im Oktober 2026 noch nicht beschlossen waren. Auch der Mietspiegel 2025/2026 gilt bis zum 31. Dezember 2026. Kurzzeitvermietungen brauchen seit dem 1. Januar 2022 eine Registrierungsnummer der Stadt, und wer eine Wohnung mehr als zehn Wochen im Jahr an Touristen vermietet, braucht nach dem städtischen Zweckentfremdungsverbot eine Genehmigung.

Mit nur einem Durchschnittsgehalt ist ein WG-Zimmer (etwa 500–700 € warm) oder eine kleine Wohnung am Stadtrand der realistische Einstieg; eine Zweizimmerwohnung mit 45–55 m² in den inneren Stadtteilen kostet etwa 655–900 € kalt, und kleine Wohnungen werden oft weit über dem Durchschnitt pro m² inseriert. Rechne mit Wochen bis Monaten Suche, und mit mehr um den Oktober, wenn das Wintersemester beginnt.

Hinter den Bewertungen

SchwierigkeitSehr schwer

Wohnraum ist knapp: marktaktiver Leerstand von 0,1 % Ende 2024, gleichauf mit anderen Städten der niedrigste in Deutschland (CBRE-empirica, Dezember 2025), und oberste Nachfragestufe bei ImmoScout24 (2025). Vermieter erwarten eine Mieterselbstauskunft, eine SCHUFA-Auskunft und Gehaltsabrechnungen, die Neuankömmlingen fehlen. Die Freiburger Stadtbau nennt keine Wartezeit; Heimbau und Familienheim nehmen keine neuen Mitglieder auf, und der Bauverein verlangt 930 € für Anteile plus 400 € Eintrittsgeld. Die WBS-Stelle meldet lange Bearbeitungszeiten (Oktober 2026). Stand: Oktober 2026.

KostenAngemessen

Zweizimmerwohnung mit 45–55 m² in halbwegs zentralen Stadtteilen zu 14,61–16,37 € pro m² kalt (ImmoScout24, 3. Quartal 2026, von Stühlinger-Eschholz bis Herdern-Süd): 655–900 € kalt, 780–1.045 € warm mit 2,67 € pro m² für Nebenkosten und Heizung (Deutscher Mieterbund, Bundesdurchschnitt, 2024). Mittleres Nettogehalt (Median) 2.850–2.950 € (unsere Schätzung: alleinstehend, Steuerklasse I, 2026, nach 21,75 % Sozialabgaben und Einkommensteuer, ausgehend von 4.531 € brutto für Vollzeitbeschäftigte mit Wohnsitz in Freiburg, Bundesagentur für Arbeit, Ende 2025). Anteil: 26–37 % warm (bewertet); 22–32 % kalt. Stand: Oktober 2026.

KonkurrenzSehr hoch

ImmoScout24 ordnet Freiburg in die oberste Stufe ein, „sehr angespannte Nachfrage“ (Anfragen pro Inserat im Median mindestens das 3,5-Fache eines ausgeglichenen Marktes, August–Oktober 2025), als eines von 19 von 418 Gebieten, und spricht von mehr als 100 Anfragen pro Inserat in Freiburg. Zahlen dazu, wie lange Inserate online bleiben, gibt es nicht. Am 20. Oktober 2026 standen 493 Mietwohnungen bei ImmoScout24 und 297 bei Immowelt, bei rund 233.000 Einwohnern. Die Freiburger Stadtbau führt eine Warteliste nach Dringlichkeit; Heimbau und Familienheim nehmen keine neuen Mitglieder auf. Spitze um den Semesterbeginn im Oktober. Stand: Oktober 2026.

BetrugsrisikoVerbreitet

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnte vor Fake-Inseraten mit Besichtigung per Schlüsselbox und „Vermietern im Ausland“ (Oktober 2023), die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg führt einen Ratgeber zu gefälschten Wohnungsinseraten, aktualisiert am 7. August 2026, und das Studierendenwerk Freiburg zeigt dauerhaft einen Polizeihinweis zu Fake-Inseraten. Die letzte Pressemitteilung der Freiburger Polizei zu Betrug bei der Wohnungssuche stammt vom November 2022 (Waldkirch); aus den letzten zwölf Monaten haben wir keine gefunden. Stand: Oktober 2026.

Eine Einkaufsstraße mit Straßenbahngleisen, die auf ein mittelalterliches Stadttor zuläuft
Eine Einkaufsstraße mit Straßenbahngleisen, die auf ein mittelalterliches Stadttor zuläuft

Was es kostet

WohnungstypTypische AngebotsmieteQuelle
WG-ZimmerWarm (inklusive Nebenkosten). Die Spanne stützt sich auf eine Modellrechnung, nicht auf eine Stichprobe von Inseraten: Das Muster-WG-Zimmer von MLP und IW mit 20 m² kostet 2026 in Freiburg 609 € (nach Berichten von Heidelberg24 und Baulinks). Wohnheimzimmer des Studierendenwerks sind deutlich günstiger, von etwa 270 € bis 450 € im Studentendorf Seepark, gehen aber nur an eingeschriebene Studierende und sind zu Beginn des Wintersemesters vergeben.500–700 € pro MonatHeidelberg24 (MLP/IW-Studentenwohnreport 2026); Studierendenwerk Freiburg, Oktober 2026
Ein- bis Zweizimmerwohnung (30–55 m²)Kaltmiete, berechnet aus Bezirksdurchschnitten von etwa 14,60–16,40 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026; Stadtdurchschnitt 14,83 €). Kleine Wohnungen werden deutlich über dem Durchschnitt pro m² inseriert: Unter den Beispielinseraten von ImmoScout24 waren am 20. Oktober 2026 22 m² in der Wiehre für 860 € und 29 m² in Zähringen für 715 €. Die 30-m²-Modellwohnung von MLP/IW kostet 643 € warm (2026). Nebenkosten und Heizung kommen dazu. Möblierte Wohnungen auf Wunderflats kosteten meist 1.250–2.250 € im Monat inklusive Nebenkosten.600–950 € pro MonatImmoScout24, Mietspiegel Freiburg im Breisgau, Bezirksdurchschnitte, Oktober 2026
Dreizimmerwohnung (65–80 m²)Kaltmiete, berechnet aus etwa 14–16,40 € pro m² (ImmoScout24, Bezirksdurchschnitte, 3. Quartal 2026; Stadtdurchschnitt von Immowelt 13,22 €, Oktober 2026). Nebenkosten und Heizung kommen dazu.900–1.300 € pro MonatImmowelt, Mietpreise Freiburg im Breisgau, Oktober 2026

Angebotsmieten auf den Portalen; tatsächlich gezahlt wird oft weniger (ältere Verträge) oder mehr (möblierte Kurzzeitmieten). Kautionen und was zusätzlich verlangt werden darf, stehen auf der Seite zum Mietrecht in Deutschland.

Häuser, die am Stadtrand die bewaldeten Hänge hinaufsteigen
Häuser, die am Stadtrand die bewaldeten Hänge hinaufsteigen

Tipps von vor Ort

Gesammelt in lokalen Foren, Stadt-Subreddits und Expat-Gruppen, in unseren eigenen Worten. Es ist das, was Leuten geholfen hat, die es hinter sich haben; eine Garantie ist nichts davon.

  1. Prüfe die Angebotsmiete anhand des Mietspiegels

    Der qualifizierte Mietspiegel 2025/2026 Freiburgs gilt bis zum 31. Dezember 2026 und hat einen kostenlosen Online-Rechner. Nach der Mietpreisbremse darf eine neue Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, sofern keine Ausnahme greift (Neubau, Erstvermietung nach umfassender Modernisierung oder die höhere Miete des Vormieters). Die Vergleichsmiete liegt im Schnitt bei 10,81 € pro m², weit unter den Angebotsmieten von etwa 14,83 € (ImmoScout24, 3. Quartal 2026); viele Inserate verdienen also eine Prüfung. Möblierte Wohnungen und WG-Zimmer erfasst der Mietspiegel nicht direkt.

    Quelle: Stadt Freiburg, Mietspiegel 2025/2026; ImmoScout24, 3. Quartal 2026

  2. Bewirb dich jetzt bei der Freiburger Stadtbau und erneuere die Bewerbung jedes Jahr

    Die FSB ordnet Bewerber nach Dringlichkeit, nicht nach Datum, und löscht eine Bewerbung nach einem Jahr, wenn du sie nicht erneuerst; trag dir also eine Erinnerung in den Kalender ein. Eine Bewerbung bei einem ihrer Kundenzentren gilt für alle. Liegt dein Einkommen unter der Grenze des Landes, hol dir zuerst einen WBS: Er öffnet dir den geförderten Teil des FSB-Bestands.

    Quelle: Freiburger Stadtbau, FAQ zur Wohnungsbewerbung, 2026

  3. Achte bei den Genossenschaften auf Wohnungen für Nichtmitglieder

    Heimbau und Familienheim nehmen keine Mitglieder mehr auf, vermieten aber beide noch einzelne Wohnungen über öffentliche Inserate, und der Bauverein Breisgau kennzeichnet Wohnungen, die Außenstehenden offenstehen, mit „auch für Nichtmitglieder“. Schau mehrmals pro Woche auf ihre Seiten mit freien Wohnungen: Familienheim nimmt Bewerbungen nur bis zum dritten Werktag nach Veröffentlichung eines Angebots an. Plane für Anteile und Eintrittsgeld beim Bauverein rund 1.300 € extra ein.

    Quelle: Bauverein Breisgau, Familienheim Freiburg und Heimbau Breisgau, Seiten zu Vermietung und Mitgliedschaft, 2026

  4. Komm im Oktober nicht unvorbereitet an

    Der Beginn des Wintersemesters ist der schlechteste Zeitpunkt: Das Studierendenwerk weist darauf hin, dass die Nachfrage dann am höchsten ist und die Suche während des Semesters oder an seinem Ende leichter fällt. Wenn du im Herbst ankommst, nimm zuerst ein Zimmer auf Zeit, auch wenn es nicht ideal ist, und such weiter, sobald du die Stadt kennst. Das SWFR richtet zu Beginn des Wintersemesters bei Bedarf Notunterkünfte ein.

    Quelle: Studierendenwerk Freiburg, FAQ zur Zimmer- und Wohnungssuche, 2026

  5. Studierende: Bewirb dich sechs Monate vorher für einen Wohnheimplatz

    Das SWFR nimmt Bewerbungen höchstens sechs Monate vor dem Einzug an und vergibt Zimmer für das Wintersemester ab dem 1. Juli oder 1. August. Bestätige den Link, den es dir alle 14 Tage per E-Mail schickt, sonst verfällt deine Bewerbung; halte deine Telefonnummer aktuell und schau in deinen Spam-Ordner. Eine zweite Bewerbung verbessert deine Chancen nicht. In Wohnheimen wie dem Studentendorf Seepark kostet ein Zimmer ab etwa 270 € im Monat.

    Quelle: Studierendenwerk Freiburg, Seiten zur Online-Bewerbung und zum Seepark, 2026

  6. Such entlang der Bahnlinien im Norden und Osten

    Das Studierendenwerk selbst nennt Denzlingen, Gundelfingen und Kirchzarten als Orte mit guter Bus- und Bahnverbindung. Emmendingen, Denzlingen, Gundelfingen, Kirchzarten und Bad Krozingen liegen an Regionalbahnstrecken, eine kurze Fahrt vom Freiburger Hauptbahnhof entfernt, und im Tarifgebiet des RVF. Emmendingen, Gundelfingen, Kirchzarten und Bad Krozingen stehen 2026 auf der Liste der Gemeinden mit Mietpreisbremse, Denzlingen nicht.

    Quelle: Studierendenwerk Freiburg, FAQ, 2026; FUB-IGES-Gutachten für das Land, August 2025

  7. Frag, ob du dich in der möblierten Wohnung anmelden kannst

    Viele Neuankömmlinge starten in einer möblierten Wohnung oder einem möblierten Zimmer. Frag vor der Unterschrift, ob der Vermieter eine Wohnungsgeberbestätigung ausstellt, damit du dich anmelden kannst; die Anmeldung brauchst du für die Steuer-ID, ein Bankkonto und einen Datensatz bei der SCHUFA. Ferienwohnungen müssen im Inserat eine Registrierungsnummer der Stadt zeigen; ein Inserat für eine Wohnung „auf Zeit“ ohne Nummer ist ein Warnzeichen.

    Quelle: Stadt Freiburg, „Ferienwohnung registrieren“, 2026

  8. Warte nicht auf Dietenbach

    Der neue Stadtteil soll rund 6.900 Wohnungen bringen, die Hälfte davon geförderte Mietwohnungen, aber die ersten Grundstücke werden erst Ende 2026 vergeben, und Bauanträge werden ab Ende 2027 erwartet. Wer in den nächsten Jahren sucht, hat davon nichts.

    Quelle: Stadt Freiburg, Vermarktungsstart Dietenbach, 26. Februar 2026

Stadtviertel

  • Wiehre (Ober-, Mittel- und Unterwiehre) höhere Mieten

    Elegante Gründerzeitstraßen südlich der Dreisam, mit dem Bahnhof Wiehre, Cafés und kurzen Wegen in die Altstadt; etwa 15,55–16,35 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026). Beliebt bei Familien und Akademikern; Wohnungen werden selten frei.

  • Herdern und Neuburg höhere Mieten

    Villen in Hanglage und Altbauwohnungen nördlich der Altstadt, nahe der Uniklinik und den Instituten; Herdern liegt bei etwa 16,35 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026) und gehört zu den teuersten Lagen der Stadt.

  • Altstadt höhere Mieten

    Das mittelalterliche Zentrum rund um das Münster, mit wenigen und oft kleinen Wohnungen über Geschäften; etwa 15,35 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026). Lebendig und laut, nah an den Hauptgebäuden der Universität.

  • Stühlinger mittlere Mieten

    Westlich des Hauptbahnhofs, mit Altbaublocks, vielen Studierenden und dem Stühlinger Kirchplatz; etwa 14,60 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026), einer der günstigeren inneren Stadtteile und zu Fuß oder mit der Straßenbahn schnell im Zentrum.

  • Vauban höhere Mieten

    Der weitgehend autofreie Ökostadtteil auf einem ehemaligen Kasernengelände, ab Ende der 1990er-Jahre mit Baugruppen bebaut, mit Straßenbahnlinie und dem Studentendorf Vauban des SWFR; etwa 15,80 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026). Familienfreundlich und sehr gefragt.

  • Rieselfeld mittlere Mieten

    Ein geplanter Stadtteil der 1990er- und 2000er-Jahre am westlichen Stadtrand, mit Wohnblocks entlang der Straßenbahnlinie, Schulen und offenen Feldern; etwa 15,46 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026). Gut für Familien; ruhiger als die inneren Stadtteile.

  • Zähringen mittlere Mieten

    Gemischter Stadtteil im Norden entlang der Straßenbahnlinie Richtung Gundelfingen, mit älteren Wohnblocks und neuer Nachverdichtung; etwa 15,45 € pro m² (ImmoScout24, 3. Quartal 2026).

  • Haslach, Weingarten und Littenweiler niedrigere Mieten

    Das günstigere Ende der Stadt: Haslach-Egerten mit etwa 14,69 € pro m², Weingarten mit seinen Nachkriegshochhäusern und der Evangelischen Hochschule mit 14,31 € und Littenweiler im Osten, Sitz der Pädagogischen Hochschule (PH), mit 14,77 € (ImmoScout24, 3. Quartal 2026). Alle liegen an Straßenbahn- oder Bahnlinien.

Eine Kirche mit zwei Türmen über den Dächern
Eine Kirche mit zwei Türmen über den Dächern

Was Vermieter verlangen

Halte diese Unterlagen schon vor der ersten Besichtigung als PDF bereit; in Freiburg geht die Wohnung oft an die Person, die zuerst eine vollständige Mappe schickt.

  • Reisepass oder Personalausweis, dazu ein Aufenthaltstitel, wenn du nicht aus der EU kommst.
  • Mieterselbstauskunft: ein Formular zu Beruf, Einkommen und Haushalt; Genossenschaften wie der Bauverein Breisgau erheben dieselben Angaben über ein Immomio-Profil, einschließlich des Haushaltseinkommens und gegebenenfalls des Einkommens eines Bürgen.
  • SCHUFA-Auskunft; der Bauverein behält sich vor, eine Zusage bei negativen SCHUFA-Einträgen zurückzuziehen. Neuankömmlinge, über die bei der SCHUFA noch nichts gespeichert ist, sollten stattdessen mehr Einkommensnachweise vorlegen.
  • Die letzten drei Gehaltsabrechnungen und dein Arbeitsvertrag oder eine Arbeitgeberbescheinigung, die das Gehalt bestätigt; für einen Vertrag mit der FSB Einkommensnachweise wie Gehaltsabrechnungen, BAföG- oder Leistungsbescheide.
  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung: ein Schreiben des früheren Vermieters, dass du keine Miete schuldest (wird häufig verlangt, obwohl kein Vermieter verpflichtet ist, sie auszustellen).
  • Für Sozialwohnungen: der WBS vom Amt für Soziales der Stadt, mit Ausweis und Nachweisen über das Bruttoeinkommen des ganzen Haushalts (Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers und die letzten drei Gehaltsabrechnungen).
  • Für Studierende: Immatrikulations- oder Zulassungsbescheinigung; für Bewerbungen während des Semesters braucht das SWFR eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung, und private Vermieter auf seinem Portal sollen sich deinen Studierendenausweis zeigen lassen.
  • Nach dem Einzug: die Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter, die du brauchst, um dich binnen zwei Wochen anzumelden.

Typische Betrugsmaschen in Freiburg

Das Betrugsrisiko bewerten wir hier mit 3 von 5. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnte vor Fake-Inseraten mit Besichtigung per Schlüsselbox und „Vermietern im Ausland“ (Oktober 2023), die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg führt einen Ratgeber zu gefälschten Wohnungsinseraten, aktualisiert am 7. August 2026, und das Studierendenwerk Freiburg zeigt dauerhaft einen Polizeihinweis zu Fake-Inseraten. Die letzte Pressemitteilung der Freiburger Polizei zu Betrug bei der Wohnungssuche stammt vom November 2022 (Waldkirch); aus den letzten zwölf Monaten haben wir keine gefunden. Die allgemeinen Maschen und was du tun kannst, wenn du schon gezahlt hast, stehen im Ratgeber gegen Mietbetrug.

  • Der Vermieter im Ausland

    Eine voll möblierte Schnäppchenwohnung in begehrter Lage, angeboten von jemandem, der sie angeblich geerbt hat oder beruflich ins Ausland gezogen ist und die Schlüssel per Kurier schickt, sobald du erste Miete und Kaution überwiesen hast. Das Studierendenwerk Freiburg gibt auf seinem Zimmerportal eine Polizeiwarnung genau vor dieser Masche wieder. Jede Aufforderung, vor einer Besichtigung und einem unterschriebenen Vertrag Geld zu zahlen, ist Betrug.

  • Falsche Hausverwaltung und Besichtigung per Schlüsselbox

    Betrüger kopieren die Identität eines echten Wohnungsunternehmens, nehmen über ein Portal Kontakt auf und bieten eine „kontaktlose Besichtigung“ mit einem Code für eine Schlüsselbox an; dann verlangen sie Miete und Kaution, bevor sie Schlüssel schicken, die nie ankommen. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat vor dieser Masche gewarnt. Ein Vermieter oder Makler, dem du nie persönlich begegnest, ist das Warnzeichen.

  • Studentenzimmer gegen Vorkasse

    Um den Beginn des Wintersemesters, wenn Studierende verzweifelt suchen, tauchen gefälschte WG-Zimmer auf, verbunden mit der Aufforderung, die Kaution zu zahlen, um das Zimmer zu „reservieren“, oder sie über einen Zahlungs- oder Buchungsdienst zu schicken. Das SWFR prüft die Angebote auf seinem eigenen Portal, kann unseriöse nach eigenen Angaben aber nicht ausschließen und bittet Studierende, sie zu melden. Zahl nichts, bevor du das Zimmer gesehen und unterschrieben hast.

  • Ausweiskopien und gefälschte Portalnachrichten

    Gefälschte Inserate verlangen noch vor einer Besichtigung einen Scan deines Reisepasses und deiner Gehaltsabrechnungen oder schicken Links, die ein Portal nachahmen, um deine Zugangsdaten zu stehlen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt, dass Ausweiskopien für Identitätsbetrug missbraucht werden. Zeig deinen Ausweis bei der Besichtigung und schick Unterlagen erst, wenn du weißt, dass der Vermieter echt ist.

Wie lange es dauert

Rechne mit zwei bis sechs Monaten für eine unmöblierte Wohnung, weniger für ein WG-Zimmer, und länger, wenn du im September oder Oktober ankommst. Buch vor der Ankunft für die ersten Monate ein möbliertes Zimmer oder eine möblierte Wohnung und prüf, ob du dich dort anmelden kannst. Melde dich in der ersten Woche mit der Wohnungsgeberbestätigung an, eröffne ein deutsches Konto und bestell deine SCHUFA-Auskunft. Bewirb dich bei der Freiburger Stadtbau und beantrage gleichzeitig einen WBS, wenn du mit deinem Einkommen Anspruch hast. Richte dann Suchaufträge bei ImmoScout24, Immowelt, Kleinanzeigen und WG-Gesucht ein, schau mehrmals pro Woche auf die Seiten der Genossenschaften mit freien Wohnungen, antworte binnen Minuten mit einer vollständigen Bewerbungsmappe und geh persönlich zu Besichtigungen. Weite die Suche auf Emmendingen, Denzlingen, Gundelfingen, Kirchzarten oder Bad Krozingen aus, wenn sich nichts findet. Prüf die Miete vor der Unterschrift am Mietspiegel und zahl die Kaution (bis zu drei Monatskaltmieten, in drei Raten zahlbar) nur auf das Konto aus dem Vertrag. Studierende sollten sich sechs Monate vorher beim Studierendenwerk bewerben.

Wo es Hilfe gibt

Häufige Fragen zum Mieten in Freiburg

Wie viel kostet eine Wohnung in Freiburg 2026?

Die Angebotsmieten liegen im Schnitt bei 14,83 € pro m² kalt auf ImmoScout24 (3. Quartal 2026) und 13,22 € auf Immowelt (Oktober 2026); eine Zweizimmerwohnung mit 45 m² kostet in den inneren Stadtteilen also etwa 655–735 € kalt, ohne Nebenkosten und Heizung, und kleine Wohnungen oft mehr pro m². Ein WG-Zimmer kostet etwa 500–700 € warm; das Muster-Zimmer von MLP/IW liegt bei 609 € (2026).

Gilt die Mietpreisbremse in Freiburg?

Ja. Freiburg ist eine von 130 Gemeinden, für die die baden-württembergische Mietpreisbremsenverordnung gilt, in Kraft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2026; eine neue Miete darf also höchstens 10 % über der Vergleichsmiete laut Mietspiegel liegen, sofern keine Ausnahme greift. Erhöhungen in laufenden Mietverhältnissen sind nach der parallelen Verordnung auf 15 % in drei Jahren gedeckelt. Am 22. September 2026 gab das Land Entwürfe, die beide über 2026 hinaus verlängern, in die Anhörung; im Oktober 2026 waren sie noch nicht beschlossen.

Kann ich in Freiburg einer Wohnungsgenossenschaft beitreten?

Derzeit meist nicht. Heimbau Breisgau und Familienheim Freiburg nehmen bis auf wenige Ausnahmen keine neuen Mitglieder auf, und Familienheim bietet Nichtmitgliedern nur Wohnungen an, die kein Mitglied will. Der Bauverein Breisgau vermietet einige Wohnungen an Nichtmitglieder, die dann sechs Anteile (930 €) zeichnen und 400 € Eintrittsgeld zahlen müssen (2026).

Darf ich meine Freiburger Wohnung über Airbnb vermieten?

Nur im Rahmen des städtischen Zweckentfremdungsverbots (Zweckentfremdungssatzung): Wer eine Wohnung mehr als zehn Wochen im Jahr an Touristen vermietet, braucht eine Genehmigung, und seit dem 1. Januar 2022 muss jede Ferienwohnung, auch ein Teil einer Wohnung, bei der Stadt registriert sein und ihre Registrierungsnummer im Inserat zeigen. Wer nicht registriert, riskiert ein Bußgeld von bis zu 50.000 €. Als Mieter brauchst du außerdem die Zustimmung deines Vermieters.

Wann entspannt der neue Stadtteil Dietenbach den Markt?

Nicht in den nächsten Jahren. Die Stadt hat im Februar 2026 mit der Vermarktung des ersten Bauabschnitts begonnen, 65 Grundstücke für mindestens 800 Wohnungen, will im vierten Quartal 2026 über die Vergabe entscheiden und erwartet Bauanträge ab Ende 2027. Insgesamt soll Dietenbach rund 6.900 Wohnungen bekommen, die Hälfte davon geförderte Mietwohnungen.

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