Wohnung mieten in Frankfurt

Frankfurt ist nach München Deutschlands zweitteuerster Mietmarkt: Die Angebotsmieten liegen je nach Portal im Schnitt bei etwa 15–18 € pro m² kalt (2026), und auf den großen Portalen waren am 1. Oktober 2026 nur jeweils rund 1.000 Wohnungen inseriert. Möblierte Wohnungen für Banker, Berater und Messebesucher gibt es reichlich, aber sie kosten deutlich mehr, und die hessische Mietpreisbremsen-Verordnung läuft am 25. November 2026 aus, die Nachfolgeverordnung ist noch in der Anhörung. Komm mit einer vollständigen Bewerbungsmappe, melde dich am ersten Tag bei der städtischen Wohnungsgesellschaft an und such auch entlang der S-Bahn-Linien, nicht nur in der Stadt.

Geprüft am 1. Oktober 2026Kaution, Mietvertrag und Kündigungsfristen: die Regeln in Deutschland

Die Frankfurter Altstadt zu Füßen der Bankentürme

Die aktuelle Lage

Die Angebotsmieten steigen weiter. Bei ImmoScout24 lag Frankfurt im 2. Quartal 2026 bei 14,99 € pro m² kalt (+3,7 % gegenüber dem Vorjahr), bei Immowelt für Wohnungen im Oktober 2026 bei 17,12 € pro m² (+5,8 % in einem Jahr, +20 % in vier Jahren) und im GREIX-Index des Kiel Instituts im 2. Quartal 2026 bei 17,80 €, für Neubauten bei 20,60 €. Der qualifizierte Mietspiegel 2026 der Stadt, der auf tatsächlich gezahlten Mieten beruht, liegt im Schnitt bei 12,28 € pro m² (+6,8 % gegenüber der Ausgabe 2024) und bei 13,95 € für kürzlich abgeschlossene Verträge.

Das Angebot ist dünn. Am 1. Oktober 2026 standen bei Immowelt 1.047 und bei Kleinanzeigen 995 Wohnungen zur Miete in der ganzen Stadt, dagegen allein bei Wunderflats mehr als 200 möblierte Angebote. In Deutschlands acht größten Städten war im 4. Quartal 2025 fast ein Viertel der Inserate möbliert oder befristet (GREIX). Nach Frankfurts Ferienwohnungssatzung braucht auch eine monatsweise Vermietung eine Genehmigung, es sei denn, der Mieter macht die Wohnung zu seinem Wohnsitz.

Du konkurrierst mit gut verdienenden Beschäftigten aus Finanzbranche, Beratung und Flughafen, mit Studierenden der Goethe-Universität und der Frankfurt University of Applied Sciences und mit Einheimischen, die schon deutsche Gehaltsabrechnungen und eine SCHUFA-Auskunft haben. Vermieter erwarten eine vollständige Mappe, und die städtische Wohnungsgesellschaft ABG sagt, die Gesamtmiete solle idealerweise nicht mehr als ein Drittel des Haushaltsnettoeinkommens betragen. Persönlich vorbeizukommen zählt: Das Wohnungsmerkblatt der Goethe-Universität warnt, dass kurze Nachrichten ignoriert werden und Wohnungen an Leute gehen, die der Vermieter kennengelernt hat.

In Frankfurt gilt die Mietpreisbremse seit Juni 2019 in der ganzen Stadt aufgrund der hessischen Mieterschutzverordnung, die nach Angaben der Stadt bis zum 25. November 2026 läuft. Am 10. Juni 2026 entschied das Amtsgericht Frankfurt in einem Fall, dass die Verlängerung vom November 2025 unwirksam war; das Urteil ist nicht rechtskräftig und bindet kein anderes Gericht. Am 24. September 2026 gab das Land eine neue Verordnung für 71 Gemeinden, darunter Frankfurt, in die Anhörung; das Kabinett soll Mitte November 2026 zustimmen, im Oktober 2026 war sie noch nicht beschlossen. Bis dahin prüfe den Mietspiegel und lass dich beraten, bevor du dich auf die Mietpreisbremse verlässt.

Mit nur einem Durchschnittsgehalt ist ein WG-Zimmer oder eine kleine Wohnung in einem äußeren Stadtteil der realistische Einstieg. Viele Neuankömmlinge verbringen die ersten Monate in einer möblierten Wohnung oder einem möblierten Zimmer, melden sich an, eröffnen ein deutsches Konto und sammeln Gehaltsabrechnungen. Danach suchen sie eine unmöblierte Wohnung auf Dauer in der Stadt oder in Offenbach, Bad Vilbel, Eschborn, Wiesbaden oder Mainz, wo die Angebotsmieten nach Immowelt im Schnitt bei 12–14 € pro m² liegen (Oktober 2026).

Hinter den Bewertungen

SchwierigkeitSehr schwer

Vermieter erwarten eine Mieterselbstauskunft, eine SCHUFA-Auskunft und Gehaltsabrechnungen; die ABG will, dass die Miete bei höchstens einem Drittel des Nettoeinkommens liegt. Für eine Sozialwohnung braucht man ein Jahr gemeldeten Wohnsitz (AmkA, 2026). Fast ein Viertel der Inserate in den Großstädten ist möbliert oder befristet (GREIX, 4. Quartal 2025) und auf Firmenaufenthalte zugeschnitten. Für möblierte Wohnungen braucht man keine deutschen Unterlagen. Stand: Oktober 2026.

KostenAngemessen

Zweizimmerwohnung mit 45–55 m² in halbwegs zentralen Stadtteilen zu 16,50–19 € pro m² kalt (ImmoScout24, 2. Quartal 2026; Immowelt, Oktober 2026): 740–1.050 € kalt, 860–1.190 € warm mit 2,67 € pro m² für Nebenkosten und Heizung (Deutscher Mieterbund, Bundesdurchschnitt, 2024). Mittleres Nettogehalt (Median) etwa 3.150–3.250 € (unsere Schätzung für Steuerklasse I, 2026, nach Sozialabgaben und Einkommensteuer, ausgehend von 5.074 € brutto für Vollzeitbeschäftigte mit Wohnsitz in Frankfurt, Bundesagentur für Arbeit, Ende 2025). Anteil: 26–38 % warm (das bewerten wir); 23–33 % kalt. Stand: Oktober 2026.

KonkurrenzSehr hoch

Rund 1.050 Wohnungen bei Immowelt und 995 bei Kleinanzeigen in der ganzen Stadt (1. Oktober 2026). Die Goethe-Universität warnt, dass kurze Nachrichten bei so vielen Bewerbern ignoriert werden. Die ABG vergibt per Losverfahren, bei Sozialwohnungen dauert die Wartezeit mehrere Jahre (Stadt Frankfurt, 2026), und auf ein Apartment im Wohnheim wartet man teils über ein Jahr (Studierendenwerk, 2026). Stand: Oktober 2026.

BetrugsrisikoVerbreitet

Die Frankfurter Polizei warnte, nachdem sich an einem Tag 23 Opfer gefälschter Agentur-Websites und von Besichtigungen mit Schlüsselsafe gemeldet hatten (Dezember 2023), und erneut im Februar 2024. Die Verbraucherzentrale Hessen aktualisierte ihren Ratgeber zu gefälschten Wohnungsinseraten im August 2026, und gegen einen Vermieter wurde Anklage erhoben, weil er gefälschte Meldeunterlagen verkauft haben soll (hessenschau, Februar 2026). Keine Polizeiwarnung in den letzten zwölf Monaten. Stand: Oktober 2026.

Fachwerkhäuser auf dem Römerberg
Fachwerkhäuser auf dem Römerberg

Was es kostet

WohnungstypTypische AngebotsmieteQuelle
WG-ZimmerDurchschnittliche Warmmiete (inklusive Nebenkosten) 665 € zu Beginn des Sommersemesters 2025, nur in München ist es teurer (Moses Mendelssohn Institut); Studis Online schätzt sie auf 694 €. Am 1. Oktober 2026 kosteten die meisten Angebote auf WG-Gesucht 480–720 €, möblierte Zimmer auf HousingAnywhere etwa 600–650 € inklusive Nebenkosten. Wohnheimplätze kosten etwa 300–440 €.550–750 € pro MonatMoses Mendelssohn Institut über hessenschau; Inserate auf WG-Gesucht und HousingAnywhere, Oktober 2026
Ein- bis Zweizimmerwohnung (35–55 m²)Kaltmiete, berechnet aus Bezirksdurchschnitten von etwa 16–19 € pro m² (ImmoScout24, 2. Quartal 2026; Immowelt, Oktober 2026); kleine Wohnungen werden oft über dem Durchschnitt pro m² inseriert. Nebenkosten und Heizung kommen dazu. Möblierte Einzimmerwohnungen auf Wunderflats kosten etwa 1.100–1.600 €, Zweizimmerwohnungen auf HousingAnywhere etwa 1.100–1.450 € inklusive Nebenkosten.750–1.150 € pro MonatImmoScout24, Mietspiegel Frankfurt am Main, Bezirksdurchschnitte, Oktober 2026
Dreizimmerwohnung (65–80 m²)Kaltmiete, berechnet aus Bezirksdurchschnitten von etwa 15–19 € pro m² (ImmoScout24, 2. Quartal 2026; Stadtdurchschnitt von Immowelt 17,12 € pro m², Oktober 2026). Nebenkosten und Heizung kommen dazu.1.050–1.550 € pro MonatImmowelt, Mietpreise Frankfurt am Main, Oktober 2026

Angebotsmieten auf den Portalen; tatsächlich gezahlt wird oft weniger (ältere Verträge) oder mehr (möblierte Kurzzeitmieten). Kautionen und was zusätzlich verlangt werden darf, stehen auf der Seite zum Mietrecht in Deutschland.

Der Main und die Skyline
Der Main und die Skyline

Tipps von vor Ort

Gesammelt in lokalen Foren, Stadt-Subreddits und Expat-Gruppen, in unseren eigenen Worten. Es ist das, was Leuten geholfen hat, die es hinter sich haben; eine Garantie ist nichts davon.

  1. Melde dich in der ersten Woche bei der ABG und den anderen Wohnungsunternehmen an

    Die ABG, der etwa 55.000 Frankfurter Wohnungen gehören, bietet freie Wohnungen per Losverfahren an Leute auf ihrer Interessentenliste an. Registriere dich also, sobald du eine E-Mail-Adresse und ein realistisches Budget hast; die Miete sollte etwa ein Drittel deines Nettoeinkommens oder weniger betragen. Richte gleichzeitig Suchaufträge bei NHW und GWH ein: Sie vermieten ihre Wohnungen direkt, ohne Makler.

    Quelle: ABG Frankfurt Holding, Vermietungsseiten von NHW und GWH, 2026

  2. Prüfe die Miete mit dem Rechner zum Mietspiegel 2026

    Der kostenlose Online-Rechner der Stadt nennt für jede Wohnung die ortsübliche Vergleichsmiete nach dem Mietspiegel 2026, der bis zum 31. Mai 2028 gilt. Da die hessische Mietpreisbremsen-Verordnung vor Gericht angefochten ist und im November 2026 ersetzt werden soll, frag bei Mieter helfen Mietern oder beim Mieterschutzverein nach, bevor du dich auf die 10-%-Grenze verlässt, und halte die inserierte Miete schriftlich fest.

    Quelle: Stadt Frankfurt, Mietspiegelrechner; Mieterschutzverein Frankfurt, Juni 2026; hessen.de, 24. September 2026

  3. Geförderte Wohnungen: Lass die Wartezeit früh anlaufen

    Für eine Sozialwohnung in Frankfurt brauchst du mindestens ein Jahr gemeldeten Wohnsitz in der Stadt, und die Wartezeit beträgt oft mehrere Jahre, registriere dich also, sobald du die Voraussetzungen erfüllst. Wenn du ein mittleres Einkommen hast, gilt die separate Fairmieten-Bescheinigung zwei Jahre und erlaubt dir, dich direkt bei Vermietern mit Neubauwohnungen unter Marktmiete zu bewerben.

    Quelle: AmkA.Info „Living in Frankfurt“, 2026; FAQ von Frankfurt Fairmieten, 2026

  4. Frag, ob eine möblierte Wohnung genehmigt ist und ob du dich anmelden kannst

    Nach Frankfurts Ferienwohnungssatzung braucht auch eine monatsweise Vermietung eine Genehmigung der Bauaufsicht, es sei denn, der Mieter macht die Wohnung zu seinem Wohnsitz. Frag, bevor du für eine möblierte Wohnung unterschreibst, ob es ein normales Mietverhältnis mit Wohnungsgeberbestätigung für deine Anmeldung ist oder ein Aufenthalt in einem Serviced Apartment; ohne Anmeldung bekommst du nur schwer eine Steuer-ID oder ein Bankkonto.

    Quelle: Bauaufsicht Frankfurt, Merkblatt Ferienwohnungssatzung, Januar 2026

  5. Such entlang der S-Bahn, nicht nur in der Stadt

    Bei Immowelt liegt Offenbach bei etwa 12,22 € pro m², Wiesbaden bei 12,98 €, Mainz bei 13,22 €, Eschborn bei 13,47 € und Bad Vilbel bei 13,72 €, gegenüber 17,12 € in Frankfurt (Oktober 2026). Prüfe die S-Bahn- oder Regionalzugverbindung, bevor du dich bewirbst. Mainz liegt in Rheinland-Pfalz, dort gelten also die Mietregeln eines anderen Bundeslands.

    Quelle: Immowelt, Mietpreise, Oktober 2026

  6. Geh persönlich zu Besichtigungen und schreib eine echte erste Nachricht

    Frankfurter Vermieter und WGs bekommen so viele Antworten, dass „Ist die Wohnung noch frei?“ ignoriert wird. Sag, wer du bist, was du machst, wie hoch dein Einkommen ist und wann du einziehen willst, und beziehe dich auf das Inserat. Wohnungen gehen eher an Leute, die der Vermieter kennengelernt hat; sei also für Besichtigungen vor Ort, und wenn du nicht gut Deutsch sprichst, am besten mit jemandem, der es tut.

    Quelle: Wohnungsmerkblatt der Goethe-Universität (Inhalt des AStA), 2023; Wohntipps des AStA der Uni Frankfurt, 2026

  7. Komm nicht während einer großen Messe an

    Bei den großen Messen der Messe Frankfurt springen die Preise für Hotels und Kurzzeitunterkünfte; am Eröffnungstag der Buchmesse 2021 kosteten Hotelzimmer etwa 65 % mehr als eine Woche später. Die Buchmesse findet jedes Jahr im Oktober statt (2026 vom 7. bis 11. Oktober). Buche eine vorübergehende Unterkunft für die ersten Wochen rechtzeitig und prüfe den Messekalender, bevor du dein Ankunftsdatum festlegst.

    Quelle: Frankfurter Buchmesse, 2026; AHGZ unter Berufung auf Check24, 2021

  8. Studierende: Lass dich jetzt auf die Wohnheim-Warteliste setzen und bleib flexibel

    Das Studierendenwerk nimmt Bewerbungen jederzeit an, auch vor der Zulassung, und fragt jeden Monat nach, ob du noch Interesse hast; wer diese E-Mail verpasst, kann seinen Platz verlieren. Wer jedes Wohnheim akzeptiert, verkürzt die Wartezeit, wer nur ein Apartment will, wartet womöglich über ein Jahr. Mieter helfen Mietern bietet Studierenden der Goethe-Universität eine ermäßigte Mitgliedschaft für 66 € mit Rechtsschutz.

    Quelle: FAQ des Studierendenwerks Frankfurt, 2026; Mieter helfen Mietern Frankfurt, 2026

Stadtviertel

  • Westend höhere Mieten

    Grüne Altbaustraßen neben den Bankentürmen und dem Campus Westend der Goethe-Universität, etwa 18–19 € pro m² (Immowelt, Oktober 2026). Beliebt bei Beschäftigten der Finanzbranche und voller möblierter Firmenwohnungen.

  • Nordend höhere Mieten

    Dichter, lebendiger Altbaustadtteil nördlich der Innenstadt mit Cafés und kleinen Läden; der Bereich Innenstadt III, zu dem er zählt, ist mit 18,10 € pro m² (2. Quartal 2026) der teuerste auf ImmoScout24. Weil viele Mieter seit Langem dort wohnen, werden nur wenige Wohnungen frei.

  • Bornheim und Ostend höhere Mieten

    Bornheims Berger Straße und das Ostend rund um die Europäische Zentralbank, etwa 16,93 € pro m² für das Gebiet auf ImmoScout24 und 17,57 € für Bornheim auf Immowelt. Gute U-Bahn-Anbindung und eine Mischung aus älteren Mietshäusern und Neubauten.

  • Bockenheim höhere Mieten

    Ehemaliges Universitätsviertel nahe der Messe und dem Westend, etwa 17,60 € pro m² (Immowelt). Studierende und junge Berufstätige; das alte Campusgelände wird mit neuen Wohnungen bebaut.

  • Sachsenhausen mittlere Mieten

    Südlich des Mains mit dem Museumsufer, Apfelweinlokalen und ruhigeren Wohnstraßen weiter oben am Hang; der Bereich Süd, zu dem es gehört, liegt im Schnitt bei etwa 16,16 € pro m² (ImmoScout24, 2. Quartal 2026).

  • Gallus und Europaviertel mittlere Mieten

    Das traditionelle Arbeiterviertel Gallus neben dem neu gebauten Europaviertel nahe der Messe und der Skyline Plaza; Teil des Bereichs Innenstadt I mit etwa 16,54 € pro m² (ImmoScout24). Neubauwohnungen sind teurer als der ältere Bestand.

  • Niederrad mittlere Mieten

    Zwischen Stadtwald und Main, etwa 15,97 € pro m² (Immowelt). Die Bürostadt Lyoner Quartier wird zu Wohnraum umgebaut, darunter Mikroapartments der ABG für Studierende; günstig gelegen zum Flughafen und zur S-Bahn.

  • Höchst und der Westen niedrigere Mieten

    Die Höchster Altstadt sowie Nied, Sindlingen und Zeilsheim am westlichen Stadtrand, nahe dem Industriepark Höchst; der Bereich West liegt im Schnitt bei etwa 13,51 € pro m² (ImmoScout24), Höchst bei etwa 15,15 € (Immowelt). S-Bahn ins Zentrum und einer der günstigeren Teile der Stadt.

Die Alte Oper und die umliegenden Häuserblöcke von oben
Die Alte Oper und die umliegenden Häuserblöcke von oben

Was Vermieter verlangen

Halte diese Unterlagen schon vor der ersten Besichtigung als PDF bereit; in Frankfurt geht die Wohnung oft an die Person, die zuerst eine vollständige Mappe schickt.

  • Reisepass oder Personalausweis, dazu ein Aufenthaltstitel, wenn du kein EU-Bürger bist.
  • Mieterselbstauskunft: ein Formular zu Beruf, Einkommen, Haushalt und Haustieren; Vermieter, Makler und Wohnungsunternehmen haben meist eine eigene Vorlage.
  • SCHUFA-Auskunft; die ABG und andere Wohnungsunternehmen führen selbst eine SCHUFA-Prüfung durch, und Neuankömmlinge ohne deutsche Kredithistorie müssen damit rechnen, mehr Einkommensnachweise vorzulegen.
  • Die letzten drei Gehaltsabrechnungen und dein Arbeitsvertrag oder eine Arbeitgeberbescheinigung, die das Gehalt bestätigt; Vermieter und die ABG achten darauf, dass die Gesamtmiete bei etwa einem Drittel des Nettoeinkommens oder darunter liegt.
  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung: ein Schreiben deines bisherigen Vermieters, dass du keine Miete schuldest (wird häufig verlangt, obwohl kein Vermieter verpflichtet ist, eine auszustellen).
  • Für Studierende: Immatrikulationsbescheinigung oder Zulassungsbescheid und oft eine Elternbürgschaft; das Studierendenwerk braucht den Zulassungsbescheid, bevor du unterschreibst.
  • Für Fairmieten oder eine Sozialwohnung: die Einkommenserklärung oder das Registrierungsformular der Stadt mit Einkommensnachweisen für den ganzen Haushalt, per Post an das Amt für Wohnungswesen.
  • Nach dem Einzug: die Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter, die du brauchst, um dich binnen zwei Wochen bei einem Frankfurter Bürgeramt anzumelden.

Typische Betrugsmaschen in Frankfurt

Das Betrugsrisiko bewerten wir hier mit 3 von 5. Die Frankfurter Polizei warnte, nachdem sich an einem Tag 23 Opfer gefälschter Agentur-Websites und von Besichtigungen mit Schlüsselsafe gemeldet hatten (Dezember 2023), und erneut im Februar 2024. Die Verbraucherzentrale Hessen aktualisierte ihren Ratgeber zu gefälschten Wohnungsinseraten im August 2026, und gegen einen Vermieter wurde Anklage erhoben, weil er gefälschte Meldeunterlagen verkauft haben soll (hessenschau, Februar 2026). Keine Polizeiwarnung in den letzten zwölf Monaten. Die allgemeinen Maschen und was du tun kannst, wenn du schon gezahlt hast, stehen im Ratgeber gegen Mietbetrug.

  • Gefälschte Agentur-Website und Besichtigung mit Schlüsselsafe

    Kriminelle richten eine professionell wirkende „Hausverwaltungs“-Website ein, sammeln über ein Bewerbungsformular deine persönlichen Daten und schicken dir dann eine PIN für einen Schlüsselsafe vor einem echten Gebäude, damit du allein besichtigen kannst. Danach verlangen sie die Kaution, eine Zahlung für die Möbel und die erste Miete. Die Frankfurter Polizei zählte im Dezember 2023 an einem einzigen Tag 23 Opfer. Ein Vermieter oder Makler, der dich nie persönlich trifft, ist das Warnzeichen.

  • Der Vermieter im Ausland und die Schlüssel per Post

    Eine billige, gut fotografierte Wohnung; der „Eigentümer“ ist im Ausland und schickt die Schlüssel per Post, sobald du die Kaution überweist, manchmal über Airbnb, eBay oder booking.com, die langfristige Vermietungen gar nicht abwickeln. Die Schlüssel kommen nie an. Jede Aufforderung, vor einer Besichtigung und einem unterschriebenen Vertrag zu zahlen, ist das Warnzeichen.

  • Gebühren, um auf die engere Auswahl zu kommen

    Weil sich so viele bewerben, verlangen Betrüger Geld für einen Platz auf einer Besichtigungsliste oder um die Wohnung zu „reservieren“, oder sie schicken im Namen eines Portals Phishing-Mails, um deine Zugangsdaten zu stehlen. Seriöse Vermieter und Makler verlangen kein Geld für eine Besichtigung, und ein Mieter zahlt einen Makler nur, wenn er ihn selbst beauftragt hat.

  • Ausweiskopien zur „Vorprüfung“

    Fake-Inserate verlangen vor jeder Besichtigung einen Scan deines Reisepasses und deiner Gehaltsabrechnungen. Die Verbraucherzentrale Hessen warnt, dass Ausweiskopien für Identitätsmissbrauch benutzt werden. Zeig stattdessen deinen Ausweis bei der Besichtigung und schick Unterlagen erst, wenn du weißt, dass der Vermieter echt ist.

  • Geld für Meldeunterlagen

    Weil eine Anmeldung so schwer zu bekommen ist, verkaufen manche eine Wohnungsgeberbestätigung oder einen Mietvertrag für eine Adresse, an der du nicht wohnst. Im Februar 2026 wurde ein Frankfurter Eigentümer angeklagt, der solche Unterlagen für eine Monatsmiete plus 50–75 € im Monat verkauft haben soll, insgesamt etwa 22.700 € in neun Fällen; die Unterlagen wurden dann bei der Ausländerbehörde vorgelegt. Eine Scheinanmeldung ist für beide Seiten illegal und kann einen Aufenthaltstitel gefährden.

Wie lange es dauert

Plane zwei bis sechs Monate für eine unmöblierte Wohnung ein, für ein WG-Zimmer weniger. Buch vor der Ankunft für die ersten drei bis sechs Monate ein möbliertes Zimmer oder eine möblierte Wohnung, prüfe, ob du dich dort anmelden kannst, und meide die großen Messewochen. Melde dich in der ersten Woche mit der Wohnungsgeberbestätigung bei einem Bürgeramt an, eröffne ein deutsches Konto und bestelle deine SCHUFA-Auskunft; registriere dich dann bei der ABG und richte Suchaufträge bei ImmoScout24, Immowelt, Kleinanzeigen, WG-Gesucht und auf den Seiten von NHW und GWH ein. Antworte binnen Minuten mit einer vollständigen Mappe und geh persönlich zu Besichtigungen. Wenn du ein mittleres Einkommen hast, beantrage eine Fairmieten-Bescheinigung; nach einem Jahr mit gemeldetem Wohnsitz kannst du dich für eine Sozialwohnung registrieren. Weite die Suche auf Offenbach, Bad Vilbel, Eschborn, Wiesbaden oder Mainz aus, wenn sich nichts findet. Bei der Unterschrift zahlst du die Kaution (bis zu drei Monatskaltmieten, in drei Raten zahlbar) nur auf das Konto, das im Vertrag steht. Studierende sollten sich beim Studierendenwerk bewerben, sobald sie sich für Frankfurt entschieden haben.

Wo es Hilfe gibt

Häufige Fragen zum Mieten in Frankfurt

Wie viel kostet eine Wohnung in Frankfurt 2026?

Die Angebotsmieten liegen im Schnitt bei 14,99 € pro m² kalt auf ImmoScout24 (2. Quartal 2026) und 17,12 € auf Immowelt (Oktober 2026). Eine Zweizimmerwohnung mit 45 m² kostet also grob 675–770 € kalt zum Stadtdurchschnitt und 750–850 € in zentralen Stadtteilen, vor Nebenkosten und Heizung. Ein WG-Zimmer kostete im Sommer 2025 im Schnitt 665 € warm (Moses Mendelssohn Institut).

Gilt die Mietpreisbremse in Frankfurt?

Nach Angaben der Stadt gilt die Mietpreisbremse seit Juni 2019 in ganz Frankfurt, und die aktuelle hessische Verordnung läuft bis zum 25. November 2026. Am 10. Juni 2026 befand das Amtsgericht Frankfurt in einem Fall die Verlängerung von 2025 für unwirksam; das Urteil ist nicht rechtskräftig. Am 24. September 2026 gab Hessen eine neue Verordnung, die Frankfurt umfasst, in die Anhörung; das Kabinett soll Mitte November 2026 zustimmen, im Oktober 2026 war sie noch nicht beschlossen. Lass dich also von einem Mieterverein beraten, bevor du dich auf die Mietpreisbremse verlässt.

Darf ich meine Frankfurter Wohnung über Airbnb vermieten?

Nur mit einer Genehmigung der städtischen Bauaufsicht. Seit 2018 braucht jede Ferienvermietung eine, auch das Home-Sharing in der Wohnung, in der du selbst wohnst, das bis zu acht Wochen im Jahr ohne Ausgleichszahlung genehmigt wird; auch die monatsweise Vermietung an Leute, die die Wohnung nicht zu ihrem Wohnsitz machen, zählt dazu. Die Bußgelder reichen bis zu 25.000 € (Bauaufsicht Frankfurt, Januar 2026). Als Mieter brauchst du außerdem die Zustimmung deines Vermieters.

Kann ein Neuankömmling eine Sozialwohnung oder eine städtische Wohnung bekommen?

ABG-Wohnungen stehen jedem auf der Interessentenliste offen und werden unter passenden Bewerbern verlost. Für eine Sozialwohnung braucht man die Registrierung beim Amt für Wohnungswesen, mindestens ein Jahr gemeldeten Wohnsitz in Frankfurt und ein Einkommen unter den Grenzen, und die Wartezeit beträgt oft mehrere Jahre. Haushalte mit mittlerem Einkommen können eine Fairmieten-Bescheinigung beantragen, die zwei Jahre gilt (Stadt Frankfurt, 2026).

Ist es in Offenbach, Wiesbaden oder Mainz günstiger?

Meist ja. Immowelt beziffert die Angebotsmieten im Schnitt auf etwa 12,22 € pro m² in Offenbach, 12,98 € in Wiesbaden und 13,22 € in Mainz, gegenüber 17,12 € in Frankfurt (Oktober 2026). Alle sind mit S-Bahn oder Regionalzügen angebunden; Mainz liegt in Rheinland-Pfalz, wo die Mietregeln dieses Bundeslands gelten.

Quellen dieser Seite (51)

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